25.03.2019

Europa-Tag am Hochrhein-Gymnasium

MdB Rita Schwarzelühr-Sutter (Bildmitte, vorn) mit den Gemeinschaftskunde-Lehrkräften Stefanie Schrutz und Alexander Maus (links neben Schwarzelühr-Sutter) sowie Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 11. (Bild: Sochor, HGWT)

Jedes Jahr gehen deutschlandweit Politikerinnen und Politiker in Schulen und diskutieren mit Schülerinnen und Schülern über Europa. 2019 fand dieser der politischen Bildung dienende „Europa-Tag“ Ende März statt.

Dass Bundestagsabgeordneten der Terminkalender große Teile ihres Lebens diktiert und Reisen zum ständigen Begleiter werden, erfuhren Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftskunde-Kurse kürzlich aus erster Hand. Zumal, wenn der eigene Wahlkreis weit von Berlin entfernt liegt wie Waldshut. So gab Rita Schwarzelühr-Sutter bei ihrem Besuch am Hochrhein-Gymnasium einen eindrucksvollen Einblick in ihre Arbeit als Abgeordnete des Wahlkreises. Schwarzelühr-Sutter, die selbst 1982 ihr Abitur am Waldshuter Gymnasium abgelegt hatte, berichtete von den vielfältigen Aufgaben als Mitglied der SPD-Fraktion und Ausschussmitglied im Deutschen Bundestag sowie als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium.

Dann hatten die etwa dreißig Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 11, welche aktuell Gemeinschaftskunde als vierstündiges Schwerpunktfach belegen, das Wort. Ihre Fragen drehten sich um Dieselfahrverbote, den Umweltschutz im Allgemeinen und die aktuellen Demonstrationen „Fridays for Future.“ Schwarzelühr-Sutter erläuterte, dass auch sie einst als Schülerin in Waldshut durch die damals aktuellen Demonstrationen gegen den Bau des Kernkraftwerks Leibstadt politisiert wurde und beschlossen hatte, selbst in die Politik zu gehen. Heute beschäftigen sie als Staatssekretärin im Umweltministerium täglich die Felder Kernkraft und Klimaerwärmung. Immer im Hinterkopf habe sie dabei die Arbeit im Wahlkreis, welcher durch die Nähe zu den Schweizer Kernkraftwerken besonders von dieser Thematik betroffen sei, so Schwarzelühr-Sutter. Zu den Dieselfahrverboten legte sie dar, dass die Fahrverbotszonen in Großstädten - wie Stuttgart - nur eingeschränkt mit der globalen Erwärmung zu tun haben und vor allem auf eine lokale Reduktion von Feinstaub ausgerichtet seien. Der Ausstoß von Kohlendioxid ließe sich dadurch nicht verringern, wohl aber die Lebensbedingungen der Anwohner von Ballungsräumen verbessern. Weitere Fragen der Schülerinnen und Schüler drehten sich um die Nutzung schmutziger Treibstoffe wie Schweröl bei Containerschiffen oder die Verlagerung des Schwerlastverkehrs von der Straße auf die Schiene.

Am Ende der interessanten Politik-Diskussion meinte die Bundestagsabgeordnete: „Veränderungen können nicht allein nur von oben kommen. Die Politik kann Anreize schaffen, aber nicht alles regeln.“ Letztlich müsse jeder eigenverantwortlich überlegen, was er zur Reduktion von Emissionen und Müll beitragen könne, so das Fazit Schwarzelühr-Sutters, bevor sie den Schülerinnen und Schülern Informationsmaterialien und Broschüren zur Arbeit des Deutschen Bundestages und des Europäischen Parlaments überreichte.

Text: HGWT

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