23.02.2019

Südkurier: Schweben ohne Reibung

HGWT-Schüler erfolgreich bei „Jugend forscht“

Waldshut-Tiengen: Junge Tüftler aus der Region waren mit ihrem Erfindungen beim Regionalwettbewerb von Jugend forscht erfolgreich. Für sieben Schüler und ihre drei Erfindungen geht es jetzt auf der Landesebene weiter. Eines der drei Siegerteams kommt vom Hochrhein-Gymnasium aus Waldshut.
Die Magnete rotieren, die Vorrichtung schwebt. Und das auf einer einfachen Kupferplatte. Alex Korocencev (links) und Felix Sewing haben bereits ein Patent für ihre Erfindung angemeldet. | Bild: Peter Rosa

Waldshut-Tiengen – 1.Platz im Fachbereich Technik: Felix Sewing (17) aus Waldshut und Alex Korocencev (18) aus Dogern vom Hochrhein-Gymnasium-Waldshut (Kursstufe 2) haben ein MLV – ein "Magnetically Levitated Vehicle" – also eine Magnetschwebevorrichtung entwickelt. Anders als bisherige solche Vorrichtungen kommt diese ganz ohne Elektromagnete in der Fahrfläche aus. Die Idee: Magnetschwebebahnen könnten wesentlich günstiger konstruiert werden, wenn nicht wie bisher die gesamte Strecke mit Elektromagneten ausgestattet werden müsste. Das Besondere an der Erfindung der beiden: Sie "induziert" ihr eigenes Magnetfeld mittels vier schnell rotierender Magnetbehälter und schwebt so reibungslos mehrere Millimeter über handelsüblichem Kupfer und mittlerweile sogar günstigem Aluminium.
"Die größte Herausforderung war es, einen stabilen Schwebezustand und die Richtungssteuerung hinzubekommen", sagt Alex Korocencev. Das Geheimnis liege dabei in der Anordnung der Magnete in den Behältern. Den Microcontroller haben sie selbst programmiert. Dieser hält den Schwebezustand unzählige Male in der Sekunde durch kleinste Steuerungskorrekturen aufrecht. Inspiriert wurden die beiden von Elon Musks "Hyperloop", ein geplantes Hochgeschwindigkeitsverkehrssystem. Die notwendigen Teile haben sie teilweise mittels 3D-Drucker selbst hergestellt.
Text: Peter Rosa, SÜDKURIER (23.02.2019)

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