31.05.2019

Südkurier: Baustelle als Konzertplatz

Auftritt unserer Big Band in Tiengen

Waldshut-Tiengen: Der Innenbereich der evangelischen Christuskirche in Tiengen wird derzeit saniert. Während der Arbeiten finden Benefiz-Veranstaltungen statt. Den Auftakt der Reihe „Baustelle Christuskriche“ machten die Bands der beiden Waldshut-Tiengener Gymnasien.

Starke Stimme: Die Big Band des Hochrhein-Gymnasiums Waldshut hat für ihren Auftritt in der Christuskirche Sängerin Nola Ouambo mitgebracht. Bild: Ursula Freudig

Waldshut-Tiengen – Das dürfte Seltenheitswert haben: Eine Baustelle wird zum Ort von Konzerten. Zu erleben war dies am Mittwochabend in der evangelischen Christuskirche, die innen komplett saniert wird. Vor ein paar Tagen haben die Arbeiten begonnen. „Wir wollen die Bauzeit auf besondere Weise mit besonderen Events gestalten“, sagte Pfarrerin Susanne Illgner in ihrer Begrüßung zum ersten, gut besuchten Benefizkonzert in der „Baustelle Christuskirche“.
Im leergeräumten Altarraum spielte zunächst die Big Band des Hochrhein-Gymnasiums Waldshut unter der Leitung von Stefan Zenth. Danach die Jazz-Band des Klettgau-Gymnasiums Tiengen unter der Leitung von Jochen Stitz. Um sie herum viel Folie und Bretter, mit denen die Kanzel, die Fenster, die Orgel „eingepackt“ wurden, um sie vor den kommenden Arbeiten zu schützen.
In dieser besonderen Atmosphäre brachten die jungen Musiker mit Können, Schwung und Leidenschaft einen kraftvoll-swingenden Sound in die Christuskirche. Immer wieder traten einzelne aus den Bandreihen hervor, um mit solistischen Einlagen zu glänzen.
Die Besucher hatten ihren Spaß an den etwas anderen Klängen in der Christuskirche. Sie saßen auf Stühlen, denn die Kirchenbänke sind ebenfalls bereits entfernt worden und werden auch nur zu einem kleinen Teil wieder eingebaut. Einige Konzertbesucher standen auch beim Eingang an Tischen, wo im „Kirchencafé“ bewirtet wurde. Weitere Konzerte zur Unterstützung der Baumaßnahme folgen. Bei jedem wird im Mittelgang eine kleine, selbstgebaute Kirche als Kasse stehen, in die – statt eines Eintritts – Spenden eingeworfen werden können. Um die Kosten der Sanierung in Höhe von knapp einer halben Million stemmen zu können, braucht die evangelische Kirchengemeinde die Unterstützung der Gemeindemitglieder und der Öffentlichkeit ...

Text (hier als Auszug) und Bild: Ursula Freudig, SÜDKURIER, erschienen am 31.05.2019

Zurück