10.04.2017 - Südkurier: Aufführung des Afrika-Musicals
Ein mitreißendes Spiel bot der Unterstufenchor des Hochrheingymnasiums, der in Begleitung einer Combo das märchenhafte Afrika-Musical "Kwela, Kwela" aufführte. Das Publikum war hellauf begeistert. Bild: Manfred Dinort

Mitreißendes Spiel, tolle Musik

Waldshut-Tiengen – Mit strahlenden Gesichtern und großer Begeisterung führte der Unterstufenchor des Hochrhein-Gymnasiums im voll besetzten Musiksaal das Afrika-Musical "Kwela, Kwela" auf, ein Werk des bekannten Komponisten und Musikpädagogen Andreas Schmittberger. Regie führten Ulrike Ruppaner und Markus Funck.
Für den passenden Sound sorgte eine achtköpfige Combo unter der Leitung von Stefan Zenth. Mit humorvollen und abwechslungsreichen Spielszenen, pfiffigen und mitreißenden Songs, begeisterten die Schülerinnen und Schüler, insgesamt über sechzig Akteure, das Publikum. Kwela, Kwela – Glückauf! Trotz widriger Umstände verstehen es die Menschen des tropischen Kontinents – im Musical sind es die Tiere – sich den extremen Herausforderungen zu stellen, immer wieder nach neuen Lösungen zu suchen und dabei den Humor und die Lebensfreude nicht aus dem Auge zu verlieren.
In diesem Sinne agierten die jungen Akteure auf der Bühne und lieferten dabei ein tolles und witziges Spektakel, das beim Publikum viel Heiterkeit auslöste. Der Teilnehmerkreis: Zebras, bunte Paradiesvögel, ein Löwe, ein Elefant, der weise Marabu und ein cleverer Buschhase.
Wichtiges Zubehör: eine Bratpfanne und ein ausgelatschter Stiefel, der als Orakel herhalten muss. Der Inhalt: Die Tiere in der Savanne sehnen den Regen herbei, denn schon lange leiden sie unter der anhaltenden Trockenheit. Daher beschließen sie, dem Rat des großen Orakels zu folgen und ein Wasserloch zu graben. Fleißig wird gebuddelt und tatsächlich finden die Tiere Wasser: Rettung in höchster Not. Doch das Wasser verschwindet immer wieder, nachts, wenn alle schlafen. Das Orakel empfiehlt, den Hasen Tschipo zu holen, da das Schicksal der Tiere an das Schlappohr gebunden sei.
Für viel Komik sorgen auch das Zebra Jake, das sich immer wieder mit der Bratpfanne auf den Kopf haut und Elefant Frank. Der will mit seinen Versuchen, ein Gedicht aufzusagen, Eindruck schinden, kommt aber nicht über die Zeilen "Oh Afrika, oh Afrika" hinaus – den Rest hat er vergessen. Der Hase Tschipo, von den Tieren zur Nachtwache am Wasserloch verdonnert, entdeckt bald den wahren Grund für das Verschwinden des Wassers: Drei Gespenster in weißen Umhängen treiben nachts ihr Unwesen. Mit Hilfe der Musik bringt er sie zur Vernunft.
Am Ende kommt es zu einem Deal, wobei alle auf ihre Kosten kommen. Die Freude ist groß, die Akteure ziehen singend durch den Saal, das Publikum ist hell begeistert. Weil der Applaus nicht enden will, stimmt der Chor als Zugabe nochmals die Titelmelodie "Kwela-Kwela" an.
Text: Manfred Dinort (SÜDKURIER)

08.03.2017 - Südkurier: 150 Besucher beim Kunstfest
Hier eine von Schülern gestaltete Bücherbank zum 500. Reformationsjubiläum /(v.l.) Leonie Mutter, Nathalie Kerlen, Kursleiter Matthias Sochor und Leonie Gethke.

Bunte Bänke zum Reformationsjubiläum

Waldshut-Tiengen – Die „Bald-Abiturienten“ der Kurse Musik und Kunst am Hochrhein-Gymnasium hatten zum Kunstfest 2017 geladen. Und 150 neugierige Gäste kamen, um einen Einblick in deren Arbeiten zu gewinnen. Sie wurden festlich begrüßt mit einer Sinfonie des 17-jährigen Wolfgang A. Mozart, gespielt vom Orchester des Kurses Musik, geleitet von Musiklehrer Ulrich Tomm und von vier verschiedenen Schülerinnen dirigiert. Anschließend führte Kunsterzieher Matthias Sochor in die Ausstellung seiner 19 Kursteilnehmer ein, die diesmal unter dem Motto „Metamorphosen“ stand.
Auf drei Stockwerken des Gymnasiums waren die bildkünstlerischen Projekte ausgestellt, die die Schüler nach der Auseinandersetzung mit den Künstlern Rembrandt, Michelangelo und Cindy Sherman in ihre eigene Bildsprache umgesetzt hatten: in Malerei, Skulpturen, Videos und Filmen. Doch die größte Aufmerksamkeit erregten vier Bänke im Erdgeschoss, die von elf jungen Kursteilnehmern künstlerisch gestaltet waren. Sie stellten sich damit dem diesjährigen Lutherprojekt „Was uns trägt“. Herausgekommen sind vier bemalte Sitzbänke in einer spannenden Auseinandersetzung mit der Bilderwelt von Cranach, Luther oder Dürer und der Welt von heute. Jede Bank trägt ihre ganz eigene Handschrift und ist später für öffentliche Plätze bestimmt, Vielleicht auch als Highlight für die Waldshuter Kaiserstraße?
Aber auch andere Arbeiten bestechen: etwa ein fotografierter Wachtraum, der die Verwandlung zur Wassernixe aufzeigt (mit einer echten Keramikfigur), interessante Skulpturen oder bildstarke Malereien im Spiel mit Maske und Verhüllung. Beeindruckt dankte Schulleiterin Mechthild Rövekamp-Zurkove dem engagierten Kursleiter und den jungen Künstlern: „Diese Präsentation zeigt gymnasiales Niveau!“ Und zum Trost für alle, die bei dieser einmaligen Aktion nicht dabei waren: Die Malereien, Zeichnungen, Fotografien und eine Auswahl der Skulpturen bleiben bis Ende Mai im Schulhaus ausgestellt!
Text: Rosemarie Tillessen, SÜDKURIER
22.10.2016 - Südkurier: Meister des tiefsinnigen Wortes
Die deutsche Sprache kann begeistern – dies zeigten am Hochrhein Gymnasium der Poetry Slammer Tobias Gralke (von links) und die Schülerinnen Celina Schäuble, Katja Stein, Anna Köllner und Lotta Klister. Bild: Ursula Freudig

Poetry Slammer Tobias Gralke begeistert am HGWT

Waldshut-Tiengen – Ein Meister des Worts stand mit Tobias Gralke am Donnerstagabend im Musiksaal des Hochrhein-Gymnasiums auf der Bühne. Vor voll besetzten Stuhlreihen zeigte der 25-jährige Landesmeister (2012) und Drittplazierte bei den deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften (2014) seine Kunst. Der Wortakrobat, Poetry Slammer, Slam Poet oder Spoken Word Autor, wie immer man ihn nennen will, hat mit dem Vortragen seiner selbst verfassten Gedichte und Texte die Aufmerksamkeit des Publikums gefesselt und dabei oft auch berührt.
Etwa als er Gespräche von dementen Menschen in einem Heim abspielen ließ und zwischendurch in eigenen, kunstvoll ausgedrückten Gedanken, eine Lanze für sie brach. Tiefsinniges über den Zustand der Welt, Persönliches, auch lustige Wortspielereien, teilte Gralke in klanglich wunderbar fließenden, sich oft logischen Sprachmustern verweigernden Texten mit. Immer wieder forderte er dazu auf, sich verantwortlich für unsere "Welt aus den Fugen" zu fühlen. "Und die Welt, die ihr so liebt, nicht dem Tod überlasst" – mit diesen Worten beendete er unter dem stürmischen Applaus des Publikums seinen Auftritt.
"Was für ein Talent und was für ein wunderbarer Mensch", sagte Schulleiterin Mechthild Rövekamp-Zurhove in ihren Dankesworten und dürfte damit dem Publikum aus dem Herzen gesprochen haben. Aber nicht nur er hatte das Publikum für sich eingenommen, sondern auch vier Schülerinnen des Hochrhein Gymnasiums: Katja Stein, Celina Schäuble, Lotta Klister und Anna Köllner trugen Texte vor, die interessant, frech und witzig, Einblicke in ihr Denken, Fühlen und Erleben gaben. Verfasst hatten sie die Texte am Vormittag in einem Workshop unter der Leitung von Tobias Gralke.
Workshop und Abend möglich gemacht hatte die Dr.-Inge-Freytag-Stiftung, die künftig gezielt das Hochrhein-Gymnasium, seine Scheffelpreisträger und Veranstaltungen an der Schule unterstützt. Ihr Ziel ist es, das Interesse junger Menschen an Sprache und Literatur zu wecken und zu fördern. Tobias Gralke war hierfür ein überaus gelungener Auftakt.
Text: Ursula Freudig, SÜDKURIER
30.07.2016 - Südkurier: Mozart kindgerecht
Die Unterstufenschüler des HGWT verzauberten das Publikum mit ihrer Aufführung der Oper „Die Zauberflöte“ von W. A. Mozart. In der Mitte des Chors die Solisten Katharina Freise als Tamino und Alina Winter als Pamina. Bild: L. Schmitt

Schüler spielen „Die Zauberflöte“

Waldshut-Tiengen – Das monatelange Proben macht sich bezahlt: 65 Schüler des Hochrhein-Gymnasiums Waldshut führten die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart in einer Fassung für Kinder vor rund 150 Besuchern im vollständig besetzten Musiksaal der Schule auf. Die Schüler des Musikprofils der Klassen fünf, sechs und sieben hatten gemeinsam mit dem Unterstufenchor unter der Leitung von Markus Funck und Silke Ruppaner bereits nach den Weihnachtsferien mit den Proben für die Oper begonnen.
Das Ergebnis war eine sowohl darstellerisch als auch musikalisch erstklassige Aufführung, denn es wurde bei der Zauberflöte nicht nur gesungen: Unter der Gesamtleitung von Markus Funck schauspielerten die Schüler des Chors, außer den Arien der Königin der Nacht wurde kein Solo aus der Originalfassung gestrichen. Solostücke sangen Katharina Freise als Tamino, Alina Winter als Pamina und Annalena Freise als Papageno.
Die Oper von Wolfgang Amadeus Mozart handelt von dem Prinzen Tamino, der gemeinsam mit dem Vogelfänger Papageno von der Königin der Nacht beauftragt wird, die Prinzessin Pamina aus der Gefangenschaft des angeblich bösen Sarastro zu befreien. Als Ausrüstung erhält Tamino die Zauberflöte, mit der es ihm gelingt, die Prinzessin zu finden. Doch bevor die beiden vereint sein können, muss Tamino drei von Sarastro gestellte Prüfungen bestehen. Durch ihre Liebe und die Zauberflöte finden Tamino und Pamina schließlich zusammen.
Begleitet wurde die Opernaufführung von Silke Ruppaner und Klaus Bürger vierhändig am Klavier. Markus Funck erklärte, dies habe gegenüber der klassischen Orchesterbesetzung den Vorteil, dass man nur die Solisten akustisch verstärken müsse: „Es war mir sehr wichtig, dass ein natürlicher Kinderchorklang live und in Farbe zu hören ist.“ Für die ausgezeichnete Aufführung der anspruchsvollen Mozart-Oper ernteten die jungen Sänger und Schauspieler vom Publikum tosenden Applaus.
Text: Lukas Schmitt, SÜDKURIER (30.07.2016)
23.07.2016 - Südkurier: Orchesterkonzert im HGWT
Unterstufenorchester und Schulorchester beim wohlverdienten Schlussapplaus nach einer gut gelungenen, mitreißenden Komposition von Tangokönig Astor Piazolla beim Orchesterkonzert des Hochrhein-Gymnasiums Waldshut. Bild: Johannes Schanz

Junge Musiker in Höchstform

Waldshut-Tiengen – Beim diesjährigen Orchesterkonzert des Hochrhein-Gymnasiums Waldshut bewiesen die jungen zum Teil äußerst talentierten Schüler, dass die "ernste Musik" immer noch in der Lage ist, wahre Begeisterungsstürme auszulösen – sowohl beim Publikum als auch bei den jungen Interpreten. Fast 50 Musiker boten ein abwechslungsreiches, von hohem künstlerischem Niveau geprägtes Konzert.
Nächste Woche beginnen die Sommerferien. Und das ist auch der Grund, weshalb die Früchte einer erfolgreichen Arbeit der begabten Schüler, die ein Musikinstrument spielen, im Rahmen eines mitreißenden Orchesterkonzertes, das unter der Leitung der beiden Musiklehrer Mathias Lauer und Klaus Bürger im Musiksaal des Hochrhein-Gymnasium in Waldshut stattfand. Das Unterstufenorchester, das Schulorchester und das Kammermusikensemble des HGWT präsentierten sich hierbei trotz hochsommerlicher Temperaturen bei über 30 Grad in Höchstform. Es war eine wahre Freude, den jungen Musikern zuzuhören und zu erleben, wie sie anspruchsvolle Konzertliteratur mit Ernsthaftigkeit und spielerischer Leichtigkeit unbekümmert zu präsentieren wussten.
Mit kontinuierlichem gestalterischem Spannungsbogen gelang Musiklehrer Mathias Lauer ein abwechslungsreiches Programm, das beginnend mit dem Unterstufenorchester, sich kontinuierlich steigerte und einen vorläufigen Höhepunkt im Blumenwalzer von Peter Iljitsch Tschaikowsky fand. Mit Anna-Lena Rupp (Flöte), Clara Lauer und Katrin Friedrich (Violinen), Gloria Kaiser (Viola), Hanna Friedrich (Cello) und Adrian Brenneisen (Kontrabass) bewiesen die jungen Leute, dass die Kammermusik längst noch nicht zum alten Eisen zählt. Und, dass Spieler und Publikum jederzeit voller Begeisterung in der Lage sind, in die Welt eines Felix Mendelssohn Bartholdy oder eines Luigi Boccherini abzutauchen, um den Alltag für einige glückliche Minuten zu vergessen.
Nach einer Pause spielte das Schulorchester Werke von Wilhelm Friedemann Bach, Luigi Boccherini und Astor Piazolla, dessen „Libertango“ der jungen begabten Cellistin Hanna Friedrich wiederholt Gelegenheit gab, ihr herrliches Instrument seelenvoll und voller Leidenschaft zum Erklingen zu bringen. Krönender Abschluss bildete dann das „Jazz Pizzicato“ von Leroy Anderson, bei dem alle Mitwirkenden zu einem großen Klangensemble vereint, ihre verschiedenen Instrument in einer beeindruckenden Komposition zu präsentieren wussten. Als erhoffte Zugabe erklang dann noch einmal der berühmte „Libertango“ von Astor Piazolla in großer Besetzung und das begeisterte Publikum konnte sich noch einmal stolz vom enormen Leistungsstand seiner Zöglinge überzeugen.
Text: Johannes Schanz, SÜDKURIER am 23.07.2016 
18.07.2016 - Südkurier: Umjubelte Revue LINIE 1
Ein Teil des Chors. Im Hintergrund (v. r.) Janine Küpfer (Mädchen), Nathan Lauer (Mann mit Hut), Alexander Jährling (Johnnie) und Bambi (Christoph Kramer). Bild: Rosemarie Tillessen

Mädchen sucht Märchenprinz

Waldshut-Tiengen – Schauplatz ist Berlin 1986. Ein junges Mädchen (sensibel dargestellt von Janine Küpfer) kommt als Ausreißerin mit dem Nachtzug in Berlin an. Sie sucht ihren Märchenprinzen Johnnie (cool gespielt von Alexander Jährling), der ihr viel versprochen hat. Doch statt ihm trifft sie auf die skurrilsten Typen: den Gelegenheitsdealer Bambi (witzig inszeniert von Christoph Kramer), die tröstende Maria (temperamentvoll gespielt von Clara Wolf), den Rentner Hermann (köstlich dargestellt von Madleen Morath), den Punk Kleister (Adrian Brenneisen) oder die verrückten Freundinnen Risi und Bisi. Aber auch auf den gefährlichen Mondo, der ihr k.o.-Tropfen ins Getränk tut, den geheimnisvollen Jungen mit Hut (Nathan Lauer) und viele andere.
Auf der Bühne einzig zwei U-Bahnbänke, an der Stirnseite wechselnde Videos der U-Bahn zwischen den Stationen Zoologischer Garten und Schlesisches Tor und an der Seite eine angedeutete Frittenbude. Die musikalische Revue mit tragikomischen Spielszenen hatte 1986 Uraufführung im Grips Theater Berlin und ist mit seinen Kultsongs („6.14 Bahnhof Zoo“, „Du sitzt mir gegenüber“, „Nachruf“, „Es ist herrlich zu leben in Berlin“ und mehr) bis heute der Renner geblieben. Zwei Stunden leidet und hofft das Publikum mit dem Mädchen, staunt über die musikalische Leistung der Solisten und des Chors – kraftvoll begleitet von der hauseigenen Rock-Band. Und genießt nicht nur das Happyend sondern auch den aberwitzigen Auftritt der Wilmersdorfer Witwen (gespielt von den Lehrern Klaus Bürger, Christoph Demandt, Matthias Sochor und Uli Tomm), die in das fetzige Geschehen politische Töne einbringen. Doch ansonsten halten sich die Leiter des Events (Uli Tomm, Stefan Zenth, Ulrike Ruppaner, Markus Funck) zurück: Sie haben die „sichtbare“ musikalische Leitung ganz an die jungen Dirigenten der Klasse 10 b abgegeben. Für die Musical-Darbietung ernteten alle großen Applaus.
Text: Rosemarie Tillessen, SÜDKURIER (18.07.2016)
24.02.2016 - Südkurier: Doppelter Grund zum Feiern
Talent: Schüler und Jugendkunstpreisträger Sebastian Schmidt aus Höchenschwand mit seinem neuen Werk, das Sakrales mit Surrealem verbindet. | Bild: Ursula Freudig

Kunstfest und Einweihung des Nordflügels mit Musiksaal

Festliche Klänge von einem Schüler-Bläserensemble eröffneten Einweihung und Kunstfest. Diese „doppelte Freude“, wie Schulleiter Lothar Senser es formulierte, teilte die Schule mit rund 200 Gästen. Darunter waren etliche Gemeinderäte, Oberbürgermeister Philipp Frank, Bürgermeister Martin Gruner sowie der Architekt Klaus Rombach.

Große Freude über bessere Lernbedingungen 
Treffpunkt war der sanierte Musik- und Veranstaltungsraum, Herzstück des Nordflügels. Multifunktionale Beratungsräume im Untergeschoss, neue Toilettenanlagen und durch räumliche Erweiterungen bessere Arbeitsbedingungen für die Fachbereiche Musik, Bildende Kunst und Informatik, sind Ergebnis der Sanierung. „Es war alles in die Jahre gekommen“, sagte Schulleiter Senser. 1958 ist das Hochrhein-Gymnasium gebaut worden. Senser dankte der Stadt (Schulträger), die unter dem vorherigen Oberbürgermeister Martin Albers die Baumaßnahme beschlossen hatte. Ebenso dem Förderverein der Schule, der sich finanziell beteiligte.
Oberbürgermeister Philipp Frank bezeichnete das „Lernen an bestmöglichen Schulen“ als wichtigen Standortfaktor für Waldshut-Tiengen. Für die Einweihungsfeier und als Brücke zum anschließenden Kunstfest, hatten sich Schüler unter der Regie von Musiklehrer Markus Funck etwas einfallen lassen: Zu zwei Bildern von Mitschülern spielten sie Eigenkompositionen, die das Abgründige und Vielschichtige der Werke musikalisch ausdrückten.

Junge Künstler präsentieren vielfältige Werke
Kunstlehrer Matthias Sochor führte in das Kunstfest ein, das unter dem Motto „Verwandeltes Ich“ stand. Zum 13. Mal ging es am Hochrhein-Gymnasium über die Bühne. Neben Semesterprojekten, die zum großen Teil eigens für das Fest geschaffen wurden, zeigten Schüler (Abiturstufe) des vierstündigen Leistungskurses Bildende Kunst größtenteils Objekte zum Abitur-Schwerpunktthema „Selbstdarstellung und Verwandlung“. Die jungen Künstler waren Spuren von Michelangelo, Rembrandt und der Fotografin Cindy Sherman gefolgt. Skulpturen aus Gasbetonblöcken, oft surreal anmutende Selbstdarstellungen, diese auch aneinandergereiht in einem Video, hielten mit ihrer nicht selten verstörenden Wirkung die Blicke der Betrachter fest. Dies gilt besonders für das neueste Werk des Jugendkunstpreisträgers Baden-Württemberg 2014, Sebastian Schmidt.

Text: Ursula Freudig, SÜDKURIER

18.12.2015 - Südkurier: Von Beethoven bis Bruno Mars
Der Unterstufenchor unter Leitung von Ulrike Ruppaner verzauberte mit seinem Krippenspiel „Wenn Engel streiten“ die Zuhörer. Bild: Kim Ebner

Viel Beifall für Adventskonzert des Hochrhein-Gymnasiums

Es gehört zur Vorweihnachtszeit wie der Christbaum zu Heiligabend: das traditionelle Adventskonzert des Hochrhein-Gymnasiums Waldshut. In diesem Jahr fand das Konzert in der vollbesetzten evangelischen Versöhnungskirche statt. Zahlreiche Eltern, Großeltern, aber auch Liebhaber klassischer und moderner Stücke waren gekommen, um den talentierten Nachwuchsmusikern des Hochrhein-Gymnasiums zu lauschen. Den Beginn machten die Jüngsten, der Unterstufenchor unter Leitung von Mathias Lauer und die Unterstufenband von Stefan Zenth, mit einem Wechsel aus Klassik wie „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven und Moderne mit Bruno Mars‘ „Just the way you are“, arrangiert von Zenth.
Höhepunkt dieses Stücks, mit begeistertem Applaus und Jubel-Rufen belohnt, war ein Saxofon-Solo des Fünftklässlers Andre Zagorski, der zwar nicht im Musikprofil des Hochrhein-Gymnasiums ist, aber sein Instrument dennoch bereits sehr gut beherrscht. Weihnachtlich ging es mit dem Krippenspiel „Wenn Engel streiten“ des Unterstufenchors unter Leitung von Ulrike Ruppaner zu. Als Engel, Hirten, Maria und Josef verkleidet verzauberten die jungen Sänger mit dieser witzigen Variante der Weihnachtsgeschichte das Publikum.
Auch das Kammermusik-Ensemble und das Schulorchester zusammen mit Schülern des vierstündigen Musikkurses, jeweils unter der Leitung von Mathias Lauer, bewiesen eindrücklich ihr musikalisches Gespür und Können mit Stücken von Johann Pachelbel oder Georg Friedrich Händel. Die jungen Musiker freuten sich sichtlich über den lang anhaltenden Applaus der Zuhörer. Den musikalischen Abschluss bildete die Bigband, ebenfalls unter der Leitung von Zenth. Sie hatte für diesen Abend drei swingende Stücke einstudiert, die mit Soli von Nathan Lauer (Trompete), Paula Sperling (Saxofon) und Chiara Eckert (Horn) das Publikum zum Mitklatschen animierten.
„Ich bin immer wieder beeindruckt, wenn ich sehe, wie viele tolle Musiker wir haben“, lobte Schulleiter Lothar Senser das gelungene Adventskonzert, ehe mit einem von Musikern und Publikum gemeinsam gesungenen englischen Weihnachtslied der Abend ausklang.

Text: Kim Ebner, SÜDKURIER

13.07.2015 - Südkurier: Kinderoperette „Der Froschkönig“

Märchen im modernen Jugendslang

Kleine Leute auf großer Bühne: Der Unterstufenchor des Waldshuter Hochrhein-Gymnasiums präsentierte auf der Bühne der Stadthalle, musikalisch begleitet vom Kammerorchester der Schule, die Kinderoperette „Der Froschkönig“ von Rainer Bohm. Fast 150 Gäste, darunter stolze Eltern, Großeltern und kleine oder große Geschwister, waren gekommen, um die mehr als 75 Schüler der Klassenstufen fünf bis sieben auf der liebevoll dekorierten Bühne zu bestaunen. 22 davon bewiesen in Einzelrollen, einstudiert durch Klaus Bürger und Markus Funck, ihr schauspielerisches Talent. Der restliche Unterstufenchor sang aus vollen Lungen unter der Leitung von Ulrike Ruppaner die kurzweiligen Lieder, die besonders den Kindern im Publikum gefielen.
Das Besondere an dieser Kinderoperette ist nämlich, dass sie von der Handlung her an das allseits bekannte Märchen der Brüder Grimm angelehnt ist, die Dialoge und Gesänge aber an die heutige Kinder- und Jugendsprache angepasst sind. So sagt der Froschkönig (Hans Ungur) Prinzessin Rosalia (Annika Lang) unverblümt ins Gesicht, dass sie „die blödeste Heulsuse ist, die es gibt“. Oder der mit seinen pubertierenden Töchtern (Fridolina Ebner, Johanna Funck, Carmen Kelz, Alina Sauerbeck) überforderte König (Josef Kraft) verlangt nach Aspirin gegen die Kopfschmerzen.
Freche Sprüche sorgen für Gelächter
Diese frechen Sprüche und witzig-schlagfertigen Dialoge zwischen den jungen Darstellern lösten das ein oder andere Gelächter im Publikum aus, gefolgt von tosendem Applaus und Jubelrufen für die fehlerfreien Darbietungen. Auch die bekannte Moral, die jedes Märchen seinem Leser vermitteln will, kam bei dieser Froschkönig-Version nicht zu kurz. Das Schlusslied, das auch als Zugabe diente, machte noch einmal deutlich, dass es wichtig ist, sich seine Fehler einzugestehen, daraus zu lernen und sich mithilfe von „Liebe, Strenge, Güte oder Ernst“ zum Guten zu ändern.
Text: Kim Ebner, SÜDKURIER

03.07.2015 - Südkurier: Mentorenkonzert in der Stadtscheuer

Jungmusiker geben Takt vor

Hier dürfen die Schüler den Takt angeben. Im Rahmen des Musikprofils am Hochrhein-Gymnasium Waldshut lernen die Schüler nicht nur das Musizieren auf einem Instrument, sondern werden in Klassenstufe zehn auch zum Musikmentor ausgebildet und lernen das Dirigieren. Unter dem Motto Schüler dirigieren Schüler zeigten die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe zehn zusammen mit der Crossover-Band unter der Leitung von Stefan Zenth, was sie das Schuljahr über gelernt haben. In der seit vier Jahren bestehenden Crossover-Band treffen klassische Instrumente im Sinne einer Orchesterbesetzung auf Rhythmusgruppen wie Gitarren, Keyboards oder Schlagzeug). Beim dritten Mentoren-Konzert in der Stadtscheuer Waldshut konnten sich zehn Musikmentoren vor Publikum am Dirigentenpult versuchen. Gespannt lauschte der kleine Zuhörerkreis aus Eltern und Bekannten, was die jungen Dirigenten vorbereitet hatten. Hannah Malnati begann mit einem Evergreen: Fehlerfrei dirigierte sie „Best of the Beatles“, einem Medley der bekanntesten Beatles-Lieder. Die Musikgenres waren kunterbunt gemischt. Neben dem Metallica-Hit „Nothing else matters“, dirigiert von Iris Gorgos, gab Noemi Huber bei einem Medley bekannter Disney-Klassiker den Takt an. Einige der Musikmentoren standen nicht nur hinter dem Dirigentenpult, sondern hatten die Lieder auch selbst arrangiert – Sarah Schachner war dies mit „Frozen“ aus dem Disneyfilm Die Eiskönigin gelungen. Für das kurzweilige Konzert gab es von den Zuhörern begeisterten Applaus. Am gestrigen Donnerstag wurde das Mentoren-Konzert mit teilweise anderen Dirigenten im Ali-Theater Tiengen wiederholt.

Besetzung in der Stadtscheuer: Hannah Malnati, Vincent Ehlers, Hanna und Katrin Friedrich, Sarah Schachner, Iris Gorgos, Noemi Huber, Clara Gremmelspacher, Christof Kramer, Leonie Gremmelspacher, Rebecca Birkenberger, Adrian Brenneisen.

Besetzung im Ali-Theater: Karla Schlachter, Valeska Lang, Hanna und Katrin Friedrich, Benedikta Brödlin, Iris Gorgos, Adrian Brenneisen, Clara Gremmelspacher, Christof Kramer, Leonie Gremmelspacher, Anna Rieber, Valeska Lang.

Text: Kim Ebner, SÜDKURIER

25.02.2015 - Südkurier: "Selbstdarstellung und Verwandlung"

Schüler zeigen sich kreativ

Kunst wird am Waldshuter Hochrhein-Gymnasium ganz groß geschrieben. Zwei vierstündige Kurse Bildende Kunst, die kurz vor dem Abitur stehen, zeigten in einem Kunstfest unter dem Motto „Ich-Bilder“ ihre Werke und lockten damit zahlreiche Kunstinteressierte in das Hochrhein-Gymnasium Waldshut. Inspiration für die Zeichnungen, Fotografien, Filme und Collagen der Schüler waren die Werke von Cindy Sherman sowie Porträts des Künstlers Rembrandt. Dabei bewiesen sie künstlerisches Talent und Kreativität bei der Bearbeitung des Abiturschwerpunktthemas „Selbstdarstellung und Verwandlung“. Matthias Sochor, Lehrkraft für Bildende Kunst, erläuterte hierzu den Zuschauern, am Beispiel von Sherman die Bedeutung von Selbstporträts: „Das Medium, das scheinbar für die wahrhaftige Wiedergabe der Wirklichkeit steht, wird bei ihr (Cindy Sherman) zum Mittel der Manipulation.“ Der Künstler inszeniert das Porträt also so, wie es von den Betrachtern wahrgenommen werden soll. Schülerin Sashana Haber hatte für das Semesterprojekt ihres Kurses, „Eine seelische Ausnahmesituation“, eine Bild-Installation aus eigenen Kinderfotos, aktuellen Selbstporträts und Fotos, die sie aus Zeitschriften ausgeschnitten hat, zusammengestellt, um so die Versuche der bildnerischen Selbstbefreiung darzustellen. „Ich finde es interessant, eigene Bilder mit Bildern aus Zeitschriften zu kombinieren. Was mir gefällt, schneide ich aus. Für meine Collage habe ich mich an einem Sonntagmittag hingesetzt und nach und nach kam alles zusammen. Auch Schülerin Miriam Hack setzte sich mit ihrer „seelischen Ausnahmesituation“ auseinander. Sie hatte mithilfe von schwarz-weißen Film-Stills (Filmstandbilder) ihr seelisches Ich auf die Reise durch den Winter geschickt, das in den letzten zwei Bildern einen Bruch erfährt. Dargestellt hatte sie dies durch dunkle Schminke, die die Zerstörung des seelischen Ichs symbolisiert. Natürlich durfte das Thema Selfie bei der Behandlung von Ich-Bildern nicht fehlen. Susann Sochor, ebenfalls Fachlehrerin für Bildende Kunst, berichtete von einer Exkursion zur Cindy-Sherman-Schau in Zürich, bei der vom Kunsthaus Zürich sogar gewollt wurde, Selfies mit Shermans Werken zu machen. Anschließend konnte mit einer App das eigene Selfie bearbeitet und verschönert werden. Dabei stellte sich für sie die zentrale Kunstfrage: “Wer bin ich und wer könnte ich sein?“ Text: KIM EBNER, SÜDKURIER

13.12.2014 - Südkurier: Adventskonzert des HGWT

Schüler sorgen für große Klangfülle

Das Adventskonzert des Hochrhein-Gymnasiums hat bereits Tradition. Deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass die katholische Liebfrauenkirche in Waldshut voll besetzt war. Viele musikbegeisterte Menschen waren der Einladung zu diesem Konzertabend gefolgt, um den weihnachtlichen Klängen der jungen Musiker zu lauschen. Im Zentrum des Abends stand die „Messe brève“ von Léo Delibes für Chor und Orgel. Eingeläutet wurde der Konzertabend durch „La Canobbia“ von Floriano Canali, das vom speziell für diesen Abend gegründeten Bläserensemble des Hochrhein-Gymnasiums vorgetragen wurde. In der Begrüßung war von einem „weitgespannten musikalischen Bogen“ die Rede und von der Bitte, mit dem Applaus zu warten, bis das komplette Musikstück vorgetragen wurde. Dementsprechend zögerlich fiel der Applaus für Mozarts Kirchensonate Nr. 17 anfänglich aus, man wollte das Orchester schließlich nicht unterbrechen. Als sich die andächtig lauschenden Zuschauer jedoch über das Ende des Stücks sicher waren, wurde umso begeisterter applaudiert. Die ersten drei Reihen leerten sich, als sich der Unterstufenchor für seinen Auftritt vorbereitete. Fast 60 Schüler gaben unter der Leitung von Dirigentin Ulrike Ruppaner Stücke von Andreas Unterguggenberger und Christopher Tambling zum Besten, während die stolzen Eltern Fotos von ihren kleinen Musikern machten. Einer der Höhepunkt des Adventskonzerts war sicherlich der Auftritt von Janine Küpfer, die zusammen mit der Schulband „Infinity“ ihre eigene Kreation „We all are Angels“ sowie Ed Sheerans Hit „I see Fire“ sang. Für ihre gefühlvolle Darbietung erntete die Schülerin begeisterten Applaus von den Zuhörern. Ein weiterer Höhepunkt war die vom Schulchor in Kooperation mit dem Projektchor Waldkirch vorgetragene „Messe brève“ von Delibes. Kraftvoll hallten der Klang der Orgel und die Stimmen des Chors von der Empore durch die Kirche und bescherten dem ein oder anderen Zuhörer bei Messeteilen, wie dem Kyrie oder dem Gloria Gänsehaut, die mit Jubel und tosendem Applaus belohnt wurden. Nach 90 Minuten stimmte das Bläserensemble das letzte Stück des Abends, Halles „Macht hoch die Tür“, an, bei dem noch einmal alle mitsingen durften. Rektor Senser bedankte sich für einen gelungenen Abend und erinnerte an die freiwillige Spende für den Kinderhort in Atacames, ehe er die zufriedenen Zuhörer in die regnerische Nacht entließ. Text: K. Ebner, SÜDKURIER

18.07.2014 - Südkurier: Theater-AG zum Jubiläum

Schillers Räuber als Mädchengang

Als Auftakt zum Jubiläumsfest 200 Jahre Hochrhein-Gymnasium Waldshut präsentierte jetzt die Theater-AG der Schule in der Stadtscheuer an zwei Abenden Schillers Klassiker „Die Räuber“. Das mehr als 200 Jahre alte Drama um Bruderzwist und Männerintrigen wurde erfrischend aufgepeppt: Es spielte nicht im Wald oder Schloss, sondern in einer kahlen Fabrikhalle, aus dem Freiheitskämpfer Karl Moor wurde das aufsässige Mädchen Charlotte (Anke Dickmann) und aus der Männerbande wurde eine Mädchen-Gang. Dazu wurde das gesamte Geschehen ins 21. Jahrhundert verlegt.

Vorlage für dieses kühne Regietheater war Marlene Skalas Skript „Räuber – Schiller für uns“. Aber – so die beiden Theaterleiter Ellen Weiss und Johann Kampermann – „die Schüler und wir haben den Text nicht nur geprobt, sondern auch umgeschrieben und weiterentwickelt.“ Und so wird das dann plötzlich alles ganz aktuell: Probleme mit Eltern, Eifersucht, Mobbing und Rivalitäten, aber auch viele Ideale und Hoffnungen.

Charlotte, gereizt von ihrer eifersüchtigen Schwester Franziska (sehr glaubwürdig: Julia Vander) und einem Vater, der nie Zeit hat, haut zu Beginn des Stücks einfach ab – zum Studium in die Hauptstadt. Sie findet zu einer Mädchengruppe, wird ihre Anführerin und vernachlässigt ihr Studium. Als sie Heimweh bekommt, intrigiert ihre Schwester und fälscht einen Brief des Vaters. So gerät Charlotte immer mehr in den Sog abwärts. Denn auch die andern Mädchen haben unterschiedlichste Biografien – wunderbar die Szene, in der sie sich einzeln vorstellen – und geraten spätestens nach einem Mord und der Geiselnahme eines Polizisten auf die schiefe Bahn. Die Intrigen untereinander wachsen, das Geschehen läuft aus dem Ruder.

Das alles ist flott und phantasievoll mit einer gehörigen Portion Humor inszeniert, wenn etwa Jule Klister als verkrachte Schauspielerin auf hoher Leiter Schiller zitiert, während Charlotte in ohnmächtiger Wut Kohlköpfe zertrümmert. Oder die Computerspezialistin E. T. (sehr komisch Mai Blasi) gesteht: „Ich habe mich als Räuber eingeloggt.“ Doch es gibt auch viele leise, berührende Momente. Dafür erhielten die elf Akteure (darunter drei Jungen) und ihre Theater-AG-Leiter abschließend stürmischen Beifall.
Text und Foto: Rosemarie Tillessen, SÜDKURIER

20.02.2014 - Südkurier: Bericht vom Kunstfest 2014
Kunstfest 2014

Schüler schaffen Surreales

Diesmal schien das Hochrhein-Gymnasium in Waldshut fast zu platzen: nicht nur vor Schülern, Lehrern und Besuchern, sondern vor allem vor Kunst.
Zum 11. Mal hatten die zwei Kurse Bildende Kunst der 12. Klassen zum alljährlichen „Kunstfest“ eingeladen. Gezeigt wurde alles, was unter Anleitung der Kunsterzieher Susann und Matthias Sochor in den vergangenen eineinhalb Jahren zum Thema „Surreales und Skulpturales“ entstanden war. Die Schüler, so Matthias Sochor bei der Begrüßung, sollten „Lust erfahren, sich auf die Entdeckungsfahrt ins eigene Unterbewusstsein zu begeben“. Denn Vorbilder für die entstandenen Arbeiten waren der große Dadaist und Surrealist Max Ernst (1891 bis 1976) sowie das Renaissancegenie Michelangelo (1474 bis 1564).
Beide Künstler hatten die 26 Kursteilnehmer ausführlich kennengelernt und ihre Techniken studiert. Was dann folgte, war das freie Experimentieren mit deren Bildsprache und das Umsetzen in eigene Werke. Da wurden im neuen Freiluftatelier mit Hammer und Meißel Skulpturen aus einem Block Gasbeton erarbeitet, Drahtfiguren geschweißt, Installationen angefertigt oder gemalt, fotografiert, collagiert oder Kurzvideos gedreht. Eine Schaufensterpuppe schaffte es dabei sogar zu einem Kurzauftritt in der Waldshuter Innenstadt.
kunstfest sk2 2014Auf drei Stockwerken konnte man nun diese Kunstwerke besichtigen: Da standen Figuren der „Lebensstufen“, aus Metall zusammengeschweißt oder die riesige Spinne aus Isoliermaterial, die eher einem Sitzmöbel als einer Spinne gleicht. Eine Schaufensterpuppe war mit Adern und Tasten übersät – eine Auseinandersetzung mit der Technik. Und Mai Blasi fügt sich mit viel Dramatik gleich in ihr eigenes Kunstwerk ein, zu dem sie durch Fotos in ihrem Garten angeregt wurde: „Das ist überschwappender Surrealismus.“ Zu bewundern gab es auch Reliefs, Collagen und Bilder an den Wänden, auf denen die Schüler mit viel Ernsthaftigkeit, Fantasie und Übermut ihre großen Vorbilder verwandelt und umgedeutet hatten. Der Leistungskurs Musik unter Markus Funck hatte die Eröffnung musikalisch höchst ungewohnt umrahmt. Leider war das alles nur an diesem einzigen Abend zu sehen und zu hören. Denn in wenigen Tagen beginnt für die jungen Künstler das eigentliche Abitur.
Die Skulpturen bleiben im Besitz der Schüler und werden alle abgebaut. Die malerischen Wandarbeiten werden dagegen bis Mai die Schule schmücken.
Jubiläum: Vom 15. bis 19. Juli 2014 findet zum 200-jährigen Bestehen des Hochrhein-Gymnasiums Waldshut eine Festwoche mit umfangreichem Veranstaltungsprogramm statt.

Bild: Maria Binkert neben ihrer Arbeit „Lebensstufen“.

Fotos und Text: Rosemarie Tillessen, SÜDKURIER

19.12.2013 - Südkurier: Musik zum Advent
Adventskonzert 2013

Glanzvolles Konzert des Hochrhein-Gymnasiums

Das war Balsam für die vielen Besucher, was da die verschiedenen Musikgruppen und Arbeitsgemeinschaften des Hochrhein-Gymnasiums Waldshut bei ihrem Adventskonzert in der randvoll besetzten Versöhnungskirche auf die Beine stellten.
Das sah auch Schulleiter Lothar Senser so, als er bei der Begrüßung sagte: „Heute sollen Sie zur Ruhe kommen, entspannen und sich auf unser Konzert einlassen.“ In diesem Sinne äußerten sich auch die neu gewählten Vorsitzenden des Elternbeirats, Gaby Fügen und Julia Meister. Zum Auftakt des umfangreichen und vielseitigen Programms trat der Unterstufenchor (Klasse 5) auf die Bühne. Dirigiert von Ulrike Ruppaner und mit Markus Funck am Klavier erfreuten die Schüler mit ihren klaren, hellen Stimmen das Publikum. Zum Repertoire des Chores gehörten Weihnachtslieder aus verschiedenen Regionen, darunter auch der Titel „Kommt herbei“, ein Lied aus der Provence, das durch seine besondere Rhythmik auffiel.
Dann folgte ein großer Auftritt mit den beiden Schulchören und dem Schulorchester, die nochmals die ergreifenden Kantaten aus dem Musical Krach bei Bach anstimmten, das Anfang Dezember mit großem Erfolg in der Stadthalle aufgeführt worden war. Für die Überraschung des Abends sorgte die neu gegründete Schulband Infinity mit der brillanten Gesangssolistin Janine Küpfer, Anna-Lena Rupp, Klavier und Gesang und weiteren Instrumentalisten. Zum Repertoire der Gruppe gehörten der bekannte Song „The rose“ und eine bemerkenswerte Eigenkomposition mit dem Titel „Until the end of infinity“.
Für Begeisterung sorgten auch die verschiedenen Orchesterformationen unter der Leitung von Stefan Zenth und Ulrich Tomm. So präsentierte die Orchesterklasse 6 a/b das Moldau-Thema aus der sinfonischen Dichtung „Mein Vaterland“ von Friedrich Smetana mit Johanna Funck am Klavier und einem breit gefächerten instrumentalen Klangkörper. Ebenso beeindruckend war der Auftritt des Vororchesters, das Weihnachtslieder spielte, wobei das Bläserregister die besonderen Akzente setzte. Eine starke Vorstellung gab danach die Crossover-Band, die mit klassischen und weihnachtlichen Stücken, schönen Soloeinlagen und Arrangements von Stefan Zenth das Programm abrundete. Das Finale bestritten Vororchester, Chören und Orgel: Gemeinsam mit dem Publikum wurde ein traditionelles englische Weihnachtslied angestimmt: „Hark! The herald angels sing.“

Foto: Mit einem Adventskonzert stimmten die Musikschüler des Hochrhein-Gymnasiums ihr Publikum in der Versöhnungskirche in die Weihnachtszeit ein. Im Bild die beiden Schulchöre, das Schulorchester und die Dirigentin Ulrike Ruppaner.  
(Text und Bild: Dinort, SÜDKURIER)