Einvernehmliche Lösungen finden

Fragen des Miteinanders können im Klassenrat erörtert werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich an die Streitschlichter zu wenden. Diese sind in den großen Pausen in einem gesonderten Streitschlichterraum (U.12) anzutreffen und können selbstständig von SchülerInnen aufgesucht werden.

Außerdem haben auch Lehrer oder Mitschüler die Möglichkeit, zwei sich streitende SchülerInnen zu den Schülerstreitschlichtern schicken. Ihre Aufgabe ist es, in Streitfällen zu vermitteln und eine für alle einvernehmliche Lösung zu finden. Die Schülerstreitschlichter sprechen keine Urteile und verhängen auch keine Strafen, sondern sie unterstützen die Konfliktparteien, in der Streitschlichtung eine Lösung zu finden, mit der beide einverstanden sind.

In der Streitschlichtung gelten folgende Regeln:
1. Alles, was in der Streitschlichtung besprochen wird, wird vertraulich behandelt und nicht an Dritte (auch nicht an Lehrer oder die Schulleitung) weitergetragen.
2. Alle Beteiligten behandeln sich gegenseitig mit Respekt, d.h., es werden keine Beleidigungen geäußert, man lässt sich aussprechen und hört einander zu.
3. Die Streitschlichter nehmen eine neutrale Rolle ein.
4. Es werden keine Strafen verteilt.

Die Schülerstreitschlichter führen in regelmäßigen Abständen Supervisionen mit Lehrern des Konfliktkulturteams durch.

Es gibt Fälle, in denen die Schülerstreitschlichter nicht mehr weiter kommen, oder auch SchülerInnen, bei denen schon sehr viele Schlichtungen durchgeführt wurden. Diese Konflikte geben sie dann an Lehrer des Konfliktkulturteams weiter.

Zum Konfliktkulturteam gehören neben den Lehrern Adrian Lunau, Martin Mannel und Julia Tebbel auch der Beratungslehrer Markus Schmitt und Frau Petersen Mirr, eine Ärztin des Gesundheitsamtes.

An Interventionsmethoden führen wir
- die klassische Streitschlichtung zwischen zwei oder mehreren Schülern,
- den No-Blame Approach Ansatz zur Mobbingintervention und
- den Täter-Opfer-Ausgleich durch .

Welcher Ansatz für den speziellen Fall am sinnvollsten ist, wird zusammen mit den betroffenen Personen und ggf. auch Lehrern und Eltern besprochen. Wichtig ist, dass alles, was an uns  herangetragen wird, vertraulich bleibt und Interventionen nur mit der Zustimmung der betroffenen Schüler durchgeführt werden.
Neben der Intervention führen wir in den Klassenstufen 6-8 seit dem Schuljahr  2011/12  Stunden zum „Sozialen Lernen“ durch, die der Mobbing- und Gewaltprävention dienen. Desweiteren unterstützen wir auch Klassen, die Probleme mit der Klassengemeinschaft oder den Regeln des Zusammenlebens haben.

Wir, das Konfiktkulturteam, können entweder telefonisch über das Sekretariat oder unsere e-mail Adresse konflikt@hgwt.de kontaktiert werden.

Frau Petersen Mirr, eine Ärztin des Gesundheitsamtes Waldshut, bietet in unserer Schule einmal pro Monat eine Sprechstunde während der Schulzeit an, zu der SchülerInnen auch ohne Termin gehen können. Bei ihr können sie alle Probleme ansprechen. Selbstverständlich behandelt auch sie die im Gespräch gewonnenen Informationen vertraulich und gibt keine Auskünfte Dritten gegenüber.