Schülerinnen des HGWT bei der Vocatium-Berufsorientierungsmesse

Berufs- und Studienorientierung am Hochrhein-Gymnasium

Die Berufs- und Studienorientierung am Gymnasium (BOGY) soll Schülerinnen und Schülern bis zum Abitur verschiedene Möglichkeiten bieten, die ihnen bei der Berufs- und Studienwahl helfen. Dazu bieten wir den Schülerinnen und Schülern der unterschiedlichen Klassenstufen sowie den Eltern unter anderem folgende Angebote:

Klassen 9/10:

Vorbereitung auf das BOGY-Praktikum

  • im Gemeinschaftskunde- und Deutschunterricht
  • auf dem Elternabend der Klasse 10
  • durch den Besuch des Berufsorientierungstags der beruflichen Schulen (BOT)
  • mit Hilfe des Berufsberaters der Arbeitsagentur (Information über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten, Durchführung verschiedener Interessens- und Fähigkeitentests).

Weitere Informationen gibt es auf der BOGY-Checkliste für Schüler/innen der Klasse 10, in einem Elternbrief für deren Eltern sowie auf www.schule-bw.de/schularten/gymnasium/bogy

Das BOGY-Praktikum

  • einwöchiges Praktikum bei einem Betrieb der Wahl
  • findet in der Regel in der ersten Woche des schriftlichen Abiturs statt
  • wird von den Schülerinnen und Schülern mit Hilfe einer Praktikums-Reportage dokumentiert.

Kursstufe:

  • Besuch des Studientages der Universität Konstanz in der Kursstufe 1 im Frühjahr
  • Veranstaltung zur Vorbereitung des Studientages in Zusammenarbeit mit dem Berufsberater der Agentur für Arbeit.
  • Informationsveranstaltung für Eltern im Rahmen des 2. Elternabends der K1
  • Nachbereitung des Studientages mit Hilfe von „Studienbotschaftern“
  • Optional: Besuch einer Ausbildungs- und Studienmesse im Juli.

In der Kursstufe 2 sollen die Schülerinnen und Schüler möglichst gezielt und individuell - in Absprache mit ihrem Tutor / ihrer Tutorin - verschiedene Angebote wahrnehmen, z.B.:

  • Berufsberatung der Arbeitsagentur
  • Studienberatungen verschiedener Universitäten (vor allem am Ende der Sommerferien vor Beginn der K2)
  • BEST-Entscheidungstraining
  • Besuch von Studientagen im Herbst

Ständig aktualisierte Aushänge, Flyer und Broschüren mit Veranstaltungshinweisen, Terminen  und interessanten Informationen gibt es am BOGY-Brett im 1.OG sowie auf dem BOGY-Regal in der Oberstufenbibliothek.

Ansprechpartner:

Hochrhein-Gymnasium: Anke Voelkel und Cordula Wunn; bogy@hgwt.de

Agentur für Arbeit: loerrach.berufsberatung@arbeitsagentur.de

Links:

Selbsterkundung
Informationen zu Berufen und Studium
Bewerbung
Berufsorientierungstag und Besuch des Berufsberaters

"Was möchte ich später mal machen?" "Welcher Beruf passt zu mir?" oder "Wo kann ich was studieren?" Diese und ähnliche Fragen stellt man sich immer häufiger, je älter man wird und je näher das Ende der Schulzeit rückt. Antworten auf diese Fragen konnten die Schüler und Schülerinnen der 10. Klassen am 15. Oktober beim Berufsorientierungstag finden. In der Stadthalle haben sich verschiedene Firmen und Betriebe aus dem Landkreis Waldshut vorgestellt und die Schüler über ihre Tätigkeiten und die möglichen Ausbildungsberufe informiert. Aber nicht nur Betriebe haben sich vorgestellt, sondern auch einige Hochschulen aus der Region. Hier erfuhren die Schüler alles über die möglichen Studiengänge und welchen Berufsweg sie mit diesen einschlagen können.

Zusätzlich wurden die 10. Klassen im Oktober und November von Herrn Gantert besucht. Herr Gantert kommt von der Agentur für Arbeit in Waldshut und ist auf die Berufsberatung für Abiturienten und Schüler mit Fachhochschulreife spezialisiert. Innerhalb von vier Schulstunden mussten die Schüler verschiedene Aufgaben bearbeiten und einen Test absolvieren, um dem Ziel, den idealen Beruf für sich selbst zu finden, einen Schritt näher zu kommen. Diese Berufsberatung stellte für viele auch die Möglichkeit dar, herauszufinden, wo und in welchem Bereich man das BOGY-Praktikum absolvieren möchte.

Alles in allem stellte die Berufsorientierung eine gute Möglichkeit dar, vertiefend über die eigene Zukunft nachzudenken und dabei vielleicht auch schon erste konkrete Vorstellungen zu bekommen, was man später machen möchte.

Julia Ellebrecht

Boys' und Girls'-Day

Am 28. April fand wieder der Girls´n Boys Day statt. Die Jungs besichtigten das Reha-Zentrum in Schachen, während den Mädchen ein Einblick in das PSI in Villingen, das größte Forschungsinstitut für Natur- und Ingenieurwissenschaften in der Schweiz, verschafft wurde. Nach einer halben Stunde Fahrt mit dem Bus erreichten wir das PSI.

Wir wurden von einigen Mitarbeitern freundlich empfangen und anschließend in Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe durfte im Schülerlabor Experimente im Vakuum durchführen, während die andere eine Führung durch das Institut bekam. Im Schülerlabor konnten wir uns unter Aufsicht und mit den unterschiedlichsten Materialien an Versuchen probieren. Dies bewirkte, dass wir nicht nur gelesen haben, was passieren sollte, sondern es gesehen und aktiv herbeigeführt haben. Das erweckte auch bei den nicht so interessierten Schülern das Interesse an Chemie und Physik.

Der anderen Gruppe wurde währenddessen das PSI gezeigt. Als erstes schauten wir einen einleitenden Film an. Anschließend durften wir das Besucherzentrum anschauen, in der es kleinere Experimente sowie eine Ausstellung zu erkunden gab. Danach liefen wir zum SLS (Synchrotron Lichtquelle Schweiz). Wir wurden durch das SLS geführt und uns wurde erklärt, was die in der ringförmigen Anlage kreisenden elektrisch geladenen Teilchen bewirken. Außerdem zeigte uns unser Leiter während der Führung, wer wo arbeitet und was dort stattfindet.

Nach der Halbzeit trafen wir uns alle in der Kantine, wo jeder Schüler so wie die Mitarbeiter des PSI etwas essen konnte. Anschließend machte jede Gruppe das, was die andere Gruppe zuvor getan hatte. Gruppe 1 besichtigte das PSI und die zweite Gruppe führte die Experimente im Schülerlabor durch.

Letztendlich war der Tag sehr schön und interessant und man lernte dieses Berufsgebiet gut kennen, sodass man anschließend genug Informationen und Ermutigung bekam, um später vielleicht auch in diesem Bereich zu arbeiten.        

Katja Buch

Discover Industry

Wer am 9. Mai das Schulgelände über den Parkplatz der Hochrheinsporthalle betrat, stellte erstaunt fest, dass dort ein riesiger Truck mit der Aufschrift „Discover Industry“ stand. Bei diesem Anblick drängte sich einem unweigerlich die Frage auf, was sich wohl im Innern des futuristisch bemalten Fahrzeugs verbirgt. Von anderen Schülern erfuhr man, dass es „irgendetwas mit Naturwissenschaften“ zu tun hätte. Was sich aber genau im Bauch des Truck befand, sollte ich erst am Donnerstag erfahren, als ich mit meiner Klasse das Fahrzeug für etwa zwei Stunden besuchte.

Wir entdeckten auf zwei Ebenen eine fast 100m² große Ausstellung über die spannende Welt der Industrie. Durch die Ausstellung führten zwei junge Coaches, die selbst als MINT-Fachkräfte (Mathe, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) in der  Industrie tätig sind. Nikolaus Bauer, ein Maschineningenieur aus Baden-Württemberg, und Peter Hörtz, ein Chemiker, erläuterten uns die Ausstellung und standen für Frage bereit.

So erklärten sie zu Anfang, wie sich die Industrie über die Jahrhunderte hinweg entwickelt hat bzw. sich noch entwickeln wird, und stellten die verschiedenen Schritte bei der Entwicklung eines neuen Produkts vor, wie Konstruktion und Design, Robotik, Versuch und Optimierung, intelligente Produktion und Materialfluss und Logistik.

Im Erdgeschoss konnten wir anschließend an fünf Stationen in Kleingruppen Experimente oder Spiele zum jeweiligen Thema durchführen. Bei der Station „Konstruktion und Design“ konnte man beispielsweise mit Hilfe eines 3D-Scanners Objekte einscannen und das fertige 3D-Modell am Computer betrachten. Selbst die Köpfe der Mitschüler konnte man damit einscannen. Bei der Station „Versuch und Optimierung“ ging es darum, die Aerodynamik verschiedener Automodelle in einem Mini-Windkanal zu testen und das Spannungsverhalten von verschiedenen Plexiglasmodellen unter Druck zu beobachten. Die Station „Robotik“ beinhaltete ein Spiel, bei welchem man einen Roboter so programmieren musste, dass er bestimmte Punkte eines Koordinatensystems in möglichst kurzer Zeit abfährt, ohne gegen eines der aufgebauten Hindernisse zu fahren.

Nachdem jede Schülergruppe die fünf Stationen durchlaufen hatte, gab es noch ein kurzes Quiz zu den einzelnen Arbeitsstationen. Der Preis für die Siegergruppe war eine kleine Yoda-Figur aus Star Wars,  die mit dem sich in der Ausstellung befindlichen 3D-Drucker gedruckt worden war.

Abschließend wurden wir im Seminarraum im Obergeschoss darüber informiert, wie viel unserer jetzigen Schulfächer sich in naturwissenschaftlichen Studiengängen wiederfinden. „Discover Industry“ ist ein Teil des Projekts „Coaching 4 Future“ und wird von der bw-Stiftung, der Bundesagentur für Arbeit und Südwestmetall gefördert. Auch Unternehmen wie der Technologiekonzern ABB oder das Automatisierungsunternehmen Festo unterstützen das Projekt.

Ziel ist es, junge Leute für die Naturwissenschaften und die damit verbundenen Berufe zu begeistern. Außerdem sollen Vorurteile, wie das Arbeiten in der Industrie sei „monoton und öde“ und Ingenieure seien allesamt „langweilige Nerds“, ausgeräumt werden. Der Truck fährt durch ganz Baden-Württemberg und hält an vielen Schulen, um den Schülern dort das Projekt und die Ausstellung vorzustellen. Insgesamt war der Besuch des Trucks sowohl spannend und interessant, als auch informativ und hat sicherlich bei einigen das Interesse an naturwissenschaftlichen Berufen geweckt.

Katharina Schäuble

Studien- und Ausbildungsbotschafter am HGWT

Am Donnerstag, den 20. Mai 2016, wurden die Schülerinnen und Schüler der Kursstufe 1 zu einer BOGY-Veranstaltung geladen. Dieses Mal bekamen wir Besuch von vier Studienbotschafterinnen und Studienbotschaftern sowie einem Ausbildungsbotschafter und Leuten, die uns über ein Freiwilliges Soziales Jahr informieren sollten.

Morgens um acht startete die Veranstaltung mit einem kurzen Film, der uns einen kleinen Einblick in die möglichen Beschäftigungsfelder während eines FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) geben sollte. Danach berichteten uns eine Referentin von der Caritas sowie eine Kollegen vom Roten Kreuz Lörrach und vom Roten Kreuz Bad Säckingen einiges über die Möglichkeiten eines FSJ. Fragen nach möglichen Angeboten oder dem möglichen Ablauf eines FSJ, der Bezahlung und vieles mehr wurden geklärt. Nach dieser Vorstellung konnte man sich in persönlichen Gesprächen noch genauere Informationen einholen und spezifische Fragen klären.

Nach einer kurzen Pause ging es dann mit dem Vortrag der Studien- bzw. Ausbildungsbotschafter weiter. Wir bekamen von ihnen nochmals viele Tipps, wie wir den richtigen Weg für unsere berufliche Zukunft finden können. Fragen nach dem richtigen Weg zum Traum-Studium wurden beantwortet und auch Organisatorisches wie Bafög und Stipendien wurden thematisiert. Auch von persönlichen Erfahrungen in den unterschiedlichen Studienstädten und Hochschularten berichteten die Botschafter.

Nach diesen allgemeinen Informationen bekamen wir wiederum die Möglichkeit, in kleineren Gruppen jeweils näher mit einem der entsprechenden Studien- bzw. Ausbildungsbotschafter zu sprechen. Dies war besonders für diejenigen hilfreich und interessant, die zu der jeweiligen Unistadt, dem spezifischen Studiengang bzw. dem Hochschultyp nähere Fragen hatten. Nach drei mal dreißig Minuten Gesprächszeit trafen wir uns alle wieder im Musiksaal, um nochmals im großen Rahmen Erfahrungen der vorrausgegangenen Stunden sowie Lob und Kritik zu teilen. Mitnehmen konnten die meisten Schüler den ein oder anderen neuen Impuls in Richtung Studium oder Ausbildung. Es wurde besonders deutlich, dass das Gespräch mit Studenten bzw. Auszubildenden einer der besten Wege ist, um mehr über sein Traum-Studium bzw. seine Traum-Ausbildung zu erfahren und der ein oder anderen Illusion auf die Schliche zu kommen.

Ruth Zimmermann

Vocatium Berufsorientierungsmesse in Freiburg

Am 12. Juli 2016 ging es für alle interessierten Schülerinnen und Schüler der Kursstufe 1 in Begleitung von Frau Voelkel und Frau Wunn zur „vocatium-Messe“ nach Freiburg. Die „vocatium-Messe“ ist eine Fachmesse für Ausbildung und Studium. Das besondere Konzept hinter dieser ist die Möglichkeit, Einzelgespräche mit den kooperierenden Hochschulen und Unternehmen wahrzunehmen. Diese Gespräche ermöglichen es, sich direkt bei Dozenten und Mitarbeitern der verschiedenen Unternehmen nach den Anforderungen und Karrierechancen zu erkundigen.

Damit ein solches Konzept auch aufgeht, ist im Voraus schon Organisation und Vorbereitung gefragt. So gab es beispielsweise im Frühjahr eine Infoveranstaltung, an der uns das Konzept der Messe erklärt wurde. Wir bekamen das Messehandbuch, in welchem neben nützlichen Tipps zur Vorbereitung auf die Messe auch alle Unternehmen und Hochschulen mit einem kurzen Porträt vorgestellt wurden. Zusätzlich bekamen wir ein Formular, auf dem wir unsere Gesprächswünsche ankreuzen konnten. Dieses wurde über die BOGY-Beauftragten an die Organisatoren weitergeleitet. Eine gute Woche vor der Messe bekam dann jeder, der sich angemeldet hatte, seinen persönlichen Plan mit allen Gesprächszeiten. Nun konnten die Vorbereitungen in Eigenverantwortung richtig losgehen. Einen sehr guten Leitfaden bot hier wieder das Messehandbuch mit seinen Checklisten und Hilfestellungen. So wurde angeraten, Fragen im Voraus aufzuschreiben oder auch schon eine Bewerbung zu verfassen, welche man teilweise direkt abgeben konnte.

Gut vorbereitet und mit allerhand Fragen im Gepäck ging es also mit dem Bus ganz bequem nach Freiburg. Dort am Konzerthaus angekommen waren die meisten erst mal von der Location und den vielen jungen Menschen leicht erschlagen. Nach einer kurzen Phase der Orientierung stürzten wir uns dann meist in Kleingruppen ins Getümmel. Es gab viel zu entdecken. Neben allerlei interessanten Vorträgen rund um das Thema Berufs- und Studienwahl, bestand natürlich die Möglichkeit, an den Ständen der unterschiedlichsten Unternehmen und Hochschulen Halt zu machen und sich über die jeweiligen Angebote zu informieren.

Am Nachmittag traten wir dann den Rückweg nach Waldshut an. Mitnehmen konnten wir viele neue Eindrücke. Zum Teil wurden wir in unseren Zukunftsplänen bestärkt, zum Teil wurden wir unserer Illusionen beraubt und zum Großteil hatten wir neue Möglichkeiten entdeckt, an die wir vermutlich niemals davor gedacht haben.

Das Fazit fiel dementsprechend bei fast allen sehr positiv aus. Hier und da gab es Kleinigkeiten in der Organisation, die noch behoben werden könnten, wie beispielsweise die zu eng gelegten Gesprächszeiten oder die weniger vertretenen kreativen Ausbildungen bzw. Studiengänge. Doch im Großen und Ganzen war die Messe eine Riesenchance, sich im Dschungel an Zukunftsmöglichkeiten in Bezug auf Ausbildung und Studium zu orientieren. Durch die festen Gesprächszeiten steht der Klärung von individuellen Fragen nichts im Weg. Als Belohnung für die gute Vorbereitung gab es die sogenannten Messebescheinigungen, welche bei einer eventuellen Bewerbung ein kleiner Pluspunkt sein können. Doch was vermutlich am schwersten wiegt, war der persönliche Kontakt mit Dozenten, Studenten, Auszubildenden und Personalchefs. Die unterschiedlichen Blickwinkel und Erfahrungen helfen den meisten von uns in diesem komplizierten Prozess der Zukunftsplanung.

Wir können die „vocatium-Messe“ also nur weiter empfehlen und falls du gerade auch nicht so genau weißt, wie das nach der Schule weiter gehen soll – dann recherchier mal im Internet wann wieder eine „vocatium-Messe“ in deiner Nähe ist. Viel Erfolg!

Ruth Zimmermann

Die K1 beim Studientag an der Universität Konstanz

Es ist Dienstagmorgen im März 2015, der Frühling bringt Sonne und frische Luft an die Bushaltestelle, wo sich gerade die gesamte Jahrgangsstufe 1 in morgendlichen Trubel auf zwei Busse verteilt. Manche geschwätzig, andere müde gibt sich das typische Bild, welches folgendes verkündet: Ausflugstag!
Doch heute geht es nicht ins Schwimmbad oder ins Theater, denn heute machen sich über hundert Schüler auf den Weg nach Konstanz zum Studientag 2015. Hier soll ihnen die Möglichkeit geboten werden, sich über verschiedene Studiengänge zu informieren und einmal in Ruhe eine Universität von innen zu erleben. Aus diesem Grund öffnet die Universität Konstanz jedes Jahr während der Vorlesungsfreien Zeit ihre Tore.
Auf dem Campus angekommen, werden erste Eindrücke gesammelt: Die bunt bemalte, modern gebaute Uni wirkt auf den ersten Blick überhaupt nicht gewöhnlich und sehr verwinkelt, doch trotzdem interessant. Dafür aber ist die Aula groß und hell: Hier ein Café,  dort ein Informationsstand, draußen der zur Mensa gehörende Innenhof! Die Neugierde steigt mit jedem Blick, denn es gibt Unmengen zu entdecken. Als wir durch die Uni laufen, um unseren Raum zu finden, wirken die Gänge leer und still. Ein Großteil der Schüler befindet sich noch im Audimax, einem großen Vorlesesaal, in dem leider kein Platz mehr zu ergattern war, um der Eröffnungsrede zu lauschen. Doch den Entdeckergeist in uns stört das nicht. Da wir für die erste Veranstaltung jedoch noch viel zu früh sind, begeben wir uns auf Erkundungstour und erfreuen uns an einem der vielen Rückzugsmöglichkeiten des verwinkelten Gebäudes: Eine kleine Sonnenterasse samt Stühlen!
Und auch überall sonst findet man Bänke, Stühle und Tische. Nach ein paar Warteminuten sitzen wir gespannt im Präsentationsraum für Soziologie, während andere Informatik, Rechtswissenschaft, Psychologie oder Politik und Verwaltung besuchen.
Ein Professor erklärt uns, was man unter Soziologie genau versteht und was einen im Studium erwartet. Er beantwortet unsere Fragen und auch ein paar Studenten kommen zu Wort. Nach der doch etwas trockenen, aber informativen Stunde strömen circa dreißig hungrige Schüler zu den restlichen geschätzten 500 Schülern aus verschiedensten Schulen und Landkreisen, die sich bereits in der Mensa und auf dem Außengelände verteilt haben. Durch die vielen verschiedenen Menschen entsteht echte Campus-Atmosphäre. Alle sind am Plaudern und Lachen, es wird sich über verschiedene Veranstaltungen ausgetauscht und nebenher genießt man die Sonne und den wunderschönen Ausblick auf den Bodensee, den die Universität zu bieten hat. Nach einer ausgiebigen Stärkung und einigem „Uni-feeling“ später beginnen die ersten, sich auf die Runde 2 vorzubereiten.
Bei uns auf dem Plan: Philosophie!
Diese Wahl scheinen einige von uns getroffen zu haben, denn knapp Dreißig Leute teilen den Raum mit uns und lassen sich durch die lässige und aufgeschlossene Präsentation des Professors in den Bann der Philosophie ziehen. Sogar der Lärm, den die Baustelle draußen veranstaltet, scheint  für kurze Zeit inne zu halten und zu lauschen. Viele interessante Informationen zu Fach und Studium und ein interessantes Beispiel später kommen zu guter Letzt die Studenten der Fachschaft Philosophie zu Wort, stellen sich mit viel Witz und Schlagfertigkeit allen offenen Fragen bezüglich der Universität, dem Studium und natürlich dem Studentenleben!
Gegen 16:30 Uhr ist das „Studentenleben für einen Tag“ für uns auch schon wieder vorbei und alle machen sich auf den Heimweg, im Gepäck eine Unmenge an neuen Eindrücken und Vorstellungen, die uns sicher als Stütze für den weiteren Weg nach dem Abitur dienen werden. Und vielleicht hat sich der eine oder andere heute sozusagen auf den ersten Blick in den Charme der Universität Konstanz verliebt oder eine neue Leidenschaft in einem Studienfach entdeckt!
Jessica Sell K1 (April 2015)

Bericht von den HeDu-Ausbildungstagen 2015
Fertigung des „HeDu-Würfels“ an verschiedenen Stationen; Foto: C.Wunn

HeDu ist eine Ausbildungskooperation zwischen den Unternehmen Hectronic und Dunkermotoren. Sie möchten jungen Menschen die Möglichkeit bieten, eine firmenübergreifende Ausbildung zu absolvieren und damit mehr zu lernen als andere Auszubildende im gleichen Berufsfeld. Die Firmenzentrale Hectronics befindet sich in Bonndorf, jedoch haben sie weitere internationale Standorte in der Schweiz, Frankreich, Österreich, Indien, Polen und der USA. Die Firma beschäftigt rund 270 Mitarbeiter und hat mehr als 150 Vertriebspartner auf der ganzen Welt. Hectronic verfügt in den Bereichen Parken, Tanken und Füllstandmessung über ein komplettes Produktangebot. Die Firma Dunkermotoren hat Produktions- und Logistikstandorte in Deutschland (Bonndorf), China, Serbien und den USA. Dunkermotoren produziert mit etwa 1.000 Mitarbeitern lineare und rotatorische Antriebssysteme. Bei den HeDu-Ausbildungstagen bieten die Firmen Schülern aus der ganzen Region die Möglichkeit, sich innerhalb der Betriebe umzuschauen, sodass sie sich später vielleicht für einen Ausbildungsplatz oder ein duales Studium bei ihnen entscheiden.

Da sich über 40 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassenstufe angemeldet hatten, bekamen wir einen Bus von den Firmen gestellt. Am Donnerstag, den 7. Mai, fuhren wir um ca. 8:00 Uhr nach Bonndorf. Nach einer einstündigen Fahrt kamen wir an und wurden sofort in ein Zelt geführt, wo die Personalleiterinnen uns sehr herzlich begrüßten und uns die Firmen vorstellten. Danach wurden wir in Gruppen mit jeweils sechs Personen eingeteilt, welche von Angestellten und Azubis durch die Firmen geführt wurden. Meine Gruppe besuchte zuerst die Firma Dunkermotoren. Dort durften wir unter anderem die Herstellung eines Antriebssystems mitverfolgen, die Büros besichtigen und selbst einen HeDu-Würfel bauen. Durch den Bau des Würfels konnten wir den kompletten Ablauf der Produktion nachvollziehen. Zuerst mussten wir im Lager die benötigten Teile zusammensuchen. Anschließend wurden diese in einzelnen Schritten zusammengebaut und gelötet. Zudem mussten die elektronischen Würfel noch programmiert und in Kartons verpackt werden. Natürlich durften wir unseren selbstgebauten HeDu-Würfel behalten. Nachdem meine Gruppe mit dem Bau des Würfels fertig war, wurden wir von einem Angestellten der Firma Hectronic abgeholt, welcher uns durch seine Firma führte. Hier erhielten wir viele interessante Informationen. Uns wurde anhand eines Beispiels gezeigt, wie man eine App programmiert. Hier hatte ein Mitarbeiter ein Quiz über die Firma erstellt. Er veränderte die Programmierung des Quiz und zeigte uns die damit verbundenen Auswirkungen. Ein weiterer Mitarbeiter zeigte uns die einzelnen Herstellungsschritte eines Parkautomaten: Vormontage, Montage, Fertigstellung, Programmierung und die Überprüfung der fertiggestellten Geräte. Man merkte gleich, dass der Zeitfaktor eine große Rolle spielt, denn die Firma produziert nur ca.13 Parkautomaten pro Tag. Nachdem wir auch durch die zweite Firma geführt worden waren, gab es für alle Teilnehmer einen Snack und Getränke. Nach einer kurzen Pause wurden wir wieder in das Zelt geführt. Hier hatten wir nun die Möglichkeit, uns über verschiedene Studien- und Ausbildungsbereiche, welche von den Firmen angeboten und gefördert werden, zu informieren. Dazu zählt die Möglichkeit einer Ausbildung zum Elektroniker, Fachinformatiker, Industriekaufmann/frau und Industriemechaniker/in. Die Firmen bieten auch verschiedene Möglichkeiten eines Trainee-Programms und ein duales Studium an. Hier erfolgt der Praxisteil in der Firma, der Theorieteil an der Hochschule. Zudem waren im Zelt Vertreter unterschiedlicher Hochschulen, unter anderem die DHBW und die Hochschule Kempten. Diese stellten verschiedene Studiengänge vor. Für interessierte Schüler/innen bieten die Firmen Hectronic und Dunkermotoren die Möglichkeit eines zweiwöchigen kostenlosen Praktikums im technischen oder kaufmännischen Bereich in Serbien an. Diese Schüler mussten ein Bewerbungsschreiben ausfüllen und ein Bewerbungsgespräch mit einem Vertreter der Firma absolvieren. Die zwei Personen, welche die Praktikumsplätze erhalten, werden ausgelost.

Zusammenfassend war der Ausbildungstag sehr spannend und informativ. Es war interessant die Produktionsbereiche der einzelnen Firmen kennenzulernen. Auch der Bau des Würfels hat uns allen sehr viel Spaß bereitet. Es war sehr gut, dass wir Schüler vor Ort die Möglichkeit hatten, uns über die verschiedenen Ausbildungs- und Studienbereiche zu informieren. Es ist nur empfehlenswert, an diesem Ausbildungstag teilzunehmen!

Text: Lisa Reich, 10b