09.02.2018

Südkurier: Spende der BBBank für das HGWT

Digitalisierung verändert das Lernen

Waldshut-Tiengen: Dank einer Geldspende der BBBank in Höhe von 2000 Euro ist ein erster Satz Tablets angeschafft worden. Die Computer werden bereits im Unterricht eingesetzt.
Lehrer Christian Weismann, Schulleiterin Mechthild Rövekamp-Zurhove, BBBank-Berater Tom Arzner und Schüler der Klasse 10 bei der Übergabe des Spendenschecks | Bild: Matthias Sochor

Waldshut-Tiengen – Die Digitalisierung prägt und verändert zunehmend auch das Lernen und Arbeiten der Schülerinnen und Schüler am Hochrhein-Gymnasium. Hier in der Schule, dem zentralen Ort der Bildung und Erziehung, müssen die jungen Menschen Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben, um sich reflektiert und auf einer gesicherten Informationsbasis in der Lebens- und Arbeitswelt bewegen zu können.
Dank einer großzügigen Geldspende der BBBank in Höhe von 2.000,- Euro ist nun ein erster Satz Tablets angeschafft worden. Mechthild Rövekamp-Zurhove, Schulleiterin des Hochrhein-Gymnasiums, nahm einen symbolischen Spendenscheck stellvertretend für den Förderverein der Schule entgegen, überreicht von BBBank-Kundenberater Tom Arzner. Die Spende stammt aus Mitteln des Gewinnsparverein e.V., mit den Erlösen der Gewinnsparen-Lotterie fördert die BBBank bundesweit jährlich Projekte aus den Bereichen Soziales, Bildung, Wissenschaft, Kultur und Sport in Höhe von mehr als 2,5 Millionen Euro.
Die Tablets, zum Laden und Transportieren in einem fahrbaren Tablet-Trolley untergebracht, werden bereits von interessierten Lehrerinnen und Lehrern im Unterricht eingesetzt. Bei der Anschaffung der mobilen Geräte standen neben technischen Aspekten vor allem didaktisch-methodische Überlegungen im Vordergrund – gemäß dem Grundsatz: Die Technik muss der Pädagogik folgen. So sind die Tablets zusätzlich mit einem Stift und einer Tastatur ausgestattet, um den Schülern ein produktives Arbeiten zu ermöglichen. 
Es mag überraschen, aber die Tablets kommen beispielsweise im Musikunterricht zum Einsatz. Mit einer Kompositionssoftware werden Noten digitalisiert und auf virtuelles Papier geschrieben. Schülerinnen und Schüler können Melodien komponieren, sofort anhören und ganze Musikstücke selbst arrangieren. Neben dem Spiel am Instrument lassen sich viele Musikrichtungen erkunden und kreative Möglichkeiten ausschöpfen.
Auch im Englischunterricht werden die Tablets umfangreich genutzt. Hier zeigt sich besonders deutlich, dass die digitalen und mobilen Geräte in Schülerhand einen echten didaktischen Mehrwert haben. Je nach individuellem Sprachverständnis sehen sich Schülerinnen und Schüler Videos an oder hören Tonbeispiele von Muttersprachlern, können entsprechend „zurückspulen“ und so ihr eigenes Arbeitstempo bestimmen. Bei bestehendem WLAN lassen sich Rechercheaufträge im Klassenzimmer erledigen. Englischsprachige Ratespiele lockern den Unterricht auf.
Vertreter weiterer Fachschaften prüfen derzeit die Einsatzmöglichkeiten der Geräte. Mit der notwendigen Qualifizierung der Lehrkräfte im Rahmen von schulinternen Fortbildungen ist begonnen worden.
Lehrer Christian Weismann, seit mehreren Jahren selbst als Fortbildner in Sachen digitaler Medien unterwegs, meint mit Blick auf die Digitalisierung von Unterricht: „Für die Schülerinnen und Schüler ist der produktive Umgang mit dem Alltagsgerät Tablet häufig eine neue Erfahrung. Gerade hier liegt aber eine wichtige Chance der Geräte. Digitale Unterrichtsinhalte lassen sich – dem Auftrag der Medienbildung entsprechend – in jedem Fachunterricht umsetzen.“
Text: Matthias Sochor (HGWT), erschienen in gekürzter Fassung im SÜDKURIER am 09.02.2018

Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 (mit Lehrer Christian Weismann) nutzen Tablets im Fachunterricht Englisch. | Bild: Matthias Sochor

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