18.07.2017

Südkurier: Schüler dirigieren Ensembles

Mentorenkonzerte des Hochrhein-Gymnasiums

Waldshut-Tiengen: Die Mentorenkonzerte des Hochrhein-Gymnasiums kommen gut an. Musikprofilklasse bietet unterhaltsames Programm.

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Schwungvoll: Schülerin Siria Gargano (re.) hat mit dem Chor des HGWT "Son of a Preacher Man" einstudiert und zeigt sich als temperamentvolle Dirigentin, vorne (v.l.): Hannah Schrenk, Josepha Knapp, Ina Naumann, Serafina Boese. Bild: Ursula Freudig

Waldshut-Tiengen – Dass sie nicht nur als Mitglied eines musikalischen Ensembles Qualitäten haben, sondern auch als Leiter, haben bei zwei Mentorenkonzerten Schüler des Hochrhein-Gymnasiums (HGWT) gezeigt. Im Haus des Gastes in Höchenschwand und im Musiksaal des HGWT haben bei Auftritten von Orchester, Bigband und Chor der Schule, nicht wie üblich die Lehrer Mathias Lauer, Stefan Zenth und Ulrich Tomm dirigiert, sondern Schüler der Musikprofilklasse 10b.
Unter großem Publikumsinteresse setzten an die 20 Schülerinnen und Schüler das zuvor im Bereich Ensembleleitung Gelernte praktisch um und boten dabei dem Publikum unterhaltsame eineinhalb Stunden.
Das Programm bot viel Abwechslung sowohl hinsichtlich der verschiedenen Ensembles, als auch mit Blick auf die Bandbreite der Stücke. Sie reichte von Händel über Stevie Wonder bis zu Pophits. Teilweise mit eher verhaltenem, teilweise mit großem Körpereinsatz, geleiteten die „Schüler-Dirigenten“ die Ensembles durch die Stücke.
„Viele sind über sich hinausgewachsen“, lobte Musiklehrer Markus T. Funck, der im Rahmen des vierstündigen Musikprofilfachs die Grundlagen der Ensembleleitung vermittelt hatte. Dazu gehören zum Beispiel so einfach klingende Dinge wie richtig den Einsatz geben und es den Musizierenden mit klaren Anweisungen ermöglichen, gemeinsam aufzuhören. Das Erlernte hatten die Schüler mit Unterstützung der „Profi-Leiter“ in den einzelnen Arbeitsgemeinschaften – also Orchester, Bigband und Chor – mit der Einübung der in den Konzerten dargebotenen Stücke praktisch vertieft. Die Grundausbildung in Ensembleleitung ist vom Lehrplan im Musikprofilfach Pflicht.
Die Umsetzung ist aber frei. Das Hochrhein-Gymnasium verbindet sie mit bestimmten Projekten und öffentlichen Auftritten. Für Markus T. Funck ist die Ausbildung in Ensembleleitung von großem Wert und verbunden mit dem Sammeln wertvoller Erfahrungen: „Die Schüler merken, dass die Stimmung die sie vorne machen, auf das Ensemble überspringt.“
Text: Ursula Freudig, SÜDKURIER (17.07.2017)

 

Über das Konzert in Höchenschwand stand im SÜDKURIER:

Schüler des Hochrhein-Gymnasiums bringen Stimmung in den Kursaal

Bei einem Konzert am Donnerstag konnte ein Schülerensemble des Hochrhein-Gymnasiums musikalisch auf ganzer Linie überzeugen. Das facettenreiche Programm, das die Jungmusiker dem Publikum boten, reichte von Klassik bis Pop.

Einen unterhaltsamen Konzertabend erlebten die Gäste des Hochrhein-Gymnasiums Waldshut am Donnerstag im Kursaal in Höchenschwand. Die Schüler des Musikprofils der Klasse 10 begeisterten dabei mit einem abwechslungsreichen Programm von Klassik bis Pop.
Im Rahmen einer Mentoren-Ausbildung an der Schule hatte die Musikklasse eine Grundausbildung im Dirigieren erhalten und durften in den drei Ensembles (Orchester, Bigband und Chor) das Erlernte anwenden. Markus Funck, der die Ausbildung übernommen hatte, gab einige Hinweise zum Programm.
Der Abend begann klassisch mit der "Nussknacker-Suite" von Peter I. Tschaikowsky, hier dirigierte Celine Metzger, und zwei Werken von Georg Friedrich Händel, wobei Sina Spitznagel und Jessica Schmid den Dirigentenstab übernahmen. Das Ensemble in der Besetzung Streicher, Klarinetten, Flöten, Klavier und Bass überzeugte mit einem konzentrierten Vortrag und einem ausgewogenen Klang und erhielt dafür viel Beifall.
Nach einer kurzen Umbauphase folgte das Konzert der Bigband. Mit "Stolen Moments", einer Jazzkomposition von Oliver Nelson eröffnete Nathan Lauer diesen Konzertteil. Eingebaut in den Vortrag waren Soli von Nathan Lauer (Trompete), sowie weiteren Musikern wie Sofia Baumgartner am Altsaxofon. Es folgten unter der Leitung von Alisa Kuder "Little Darling", ein Arrangement im Count Basie-Stil und der Hit von Elton John "Can you feel the Love tonight", am Dirigat Tatjana Bergmann, Gesang Nola Ouambo. Das Orchester verabschiedete sich mit "I Wish" von Stevie Wonder. Hier übernahm wieder Nathan Lauer die musikalische Leitung. Für den anhaltenden Applaus bedankte sich die Bigband unter der Leitung von Stefan Zenth mit der Zugabe "Gospel John".
Zu einem Genuss für Auge und Ohr wurde der große Chor, musikalisch begleitet von Mitgliedern der Bigband. Es gab einen musikalischen Streifzug durch die Rock- und Popszene der 1980er bis heute. Choreographisch hatte Lehrerin Ulrike Ruppaner den Auftritt mit einstudierten Tanzschritten unterstützt. Man merkte den Sängerinnen und Sängern an, dass sie Spaß hatten beim Singen der Hits wie "Gimme Gimme" oder "Super Trooper" von ABBA, "How deep is your love" von den Bee Gees oder "Son of a Preacher Man" von Dusty Springfield. Auch die Chorleiterinnen ließen sich von der Stimmung anstecken und unterstützten mit viel Engagement den Auftritt des Chors.
Text: Stefan Pichler, SÜDKURIER (14.07.2017)

Engagiert: Jessica Schmid (links) übernahm die Leitung des Orchesters bei "Concerto grosso op. 6, Nr. 1, V. Allegro" von Georg Friedrich Händel. Bild: Stefan Pichler
Konzentriert: Sofia Baumgartner begeisterte mit einem Solo auf dem Altsaxofon. | Bild: Stefan Pichler
Intoniert: Das Saxofonregister der Bigband zeigte beim Konzert, was es musikalisch zu bieten hat. | Bild: Stefan Pichler
Inspiriert: Mitglieder des Chores singen den ABBA-Hit "Gimme Gimme". | Bild: Stefan Pichler

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