14.03.2018

Südkurier: HGWT beim Schulwettbewerb

Noten und Vokabeln digital greifbar

Waldshut-Tiengen: Startnummer W24 - Das Hochrhein-Gymnasium Waldshut testet den Einsatz von Tablets im Unterricht und möchte weitere anschaffen. Mit diesem Projekt bewirbt sich die Schule beim großen Schulwettbewerb von Sparkasse Hochrhein und SÜDKURIER Medienhaus.
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Gemeinsam am Tablet eine Sprache lernen, musizieren oder eine Präsentation vorbereiten. Das Hochrhein-Gymnasium Waldshut soll mit Tablet-Computern ausgestattet werden. Bild: Privat

Waldshut-Tiengen – Musizieren und Komponieren, Sprachen lernen, Recherchieren und dreidimensionale Modelle konstruieren – das geht heutzutage digital am Tablet, meist sogar besser als ohne. Von der Digitalisierung profitieren sollen die Schüler des Hochrhein-Gymnasiums in Waldshut. Ihre Lehrer wollen die mobilen Endgeräte in den Unterricht einbinden.
"Seit einigen Monaten wird am Hochrhein-Gymnasium ein Klassensatz mobiler Endgeräte im Unterricht verstärkt eingesetzt", heißt es im Bewerbungsschreiben zum Schulwettbewerb von Sparkasse Hochrhein und SÜDKURIER Medienhaus und weiter: "Derzeit erkunden Kollegen verschiedener Fachschaften die Einsatzmöglichkeiten in ihren Fächern, um in einem nächsten Schritt den gezielten Einsatz der Geräte sinnvoll auszuweiten. Für die Umsetzung des Konzepts und dessen Weiterentwicklung sind maßgeblich Lehrer unseres Kollegiums verantwortlich, die als Medienexperten des Regierungspräsidiums Freiburg langjährige Fortbildungserfahrung haben." Zwölf Tablets habe man bereits. "Die machen so viel Spaß, dass wir gerne noch mehr wollen", sagt Schulleiterin Mechthild Rövekamp-Zurhove.
Das Interesse im Kollegium sei groß. Einige Beispiele würden die gelungene Integration der Tablets in den Unterricht zeigen: Im Musikunterricht könnten beispielsweise mit einer Notationssoftware Noten digitalisiert auf virtuelles Papier geschrieben werden, heißt es im Bewerbungstext: "Schüler können so Melodien komponieren, sofort anhören und ganze Musikstücke selbst arrangieren."
Im Englischunterricht werde besonders deutlich, dass die Einsatzmöglichkeiten digitaler und mobiler Geräte einen echten didaktischen Mehrwert darstellen können, heißt es weiter: "Je nach individuellen Sprachverständnis können die Schüler Videos ansehen oder Tonbeispiele von Muttersprachlern hören, entsprechend zurückspulen und so ihr eigenes Arbeitstempo bestimmen." Im Unterricht sollen Rechercheaufträge direkt im Klassenzimmer erledigt werden können. Und am schuleigenen 3D-Drucker sollen selbst erstellte dreidimensionale Modelle direkt vom Tablet gedruckt werden.
Die verantwortlichen schreiben: "Eine finanzielle Unterstützung für die Anschaffung weiterer Tablet-Sets wäre ideal, da die didaktischen und medienpädagogischen Überlegungen bereits weit fortgeschritten, die finanziellen Mittel aber begrenzt sind."

Das Hochrhein Gymnasium: Im Schuljahr 2017/18 werden 904 Schüler am Waldshuter Hochrhein Gymnasium unterrichtet. Ab Klasse 8 könne die Schülerinnen und Schüler eine der drei Profilfächer NWT, Musik oder Spanisch verpflichtend belegen. Seit 2017 ist das Gymnasium Mitglied im Netzwerk "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage".

Text: Jonathan Boese, erschienen im SÜDKURIER am 14.03.2018

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