29.09.2018

Südkurier: Digitalisierung verändert das Lernen

Über Projekte und Entwicklungen im neuen Schuljahr am Hochrhein-Gymnasium 

Waldshut-Tiengen: Viele Projekte stehen in diesem Jahr am Hochrhein-Gymnasium Waldshut an. Vor allem die Digitalisierung beschäftigt die Schule, so werden alle Klassenzimmer mit Medientischen ausgestattet.

Probesitzen auf den neuen Bänken im Pausenhof des Hochrhein-Gymnasiums: Schulleiterin Mechthild Rövekamp-Zurhove und der stellvertretende Schulleiter Markus Funck. Bild: Jonathan Boese

Waldshut-Tiengen – Seit fast drei Wochen läuft am Hochrhein-Gymnasium Waldshut der Schulalltag wieder. 907 Schüler drücken dort in diesem Schuljahr die Schulbank. Das sei ein leichter Rückgang an Schülerzahlen, sagt Schulleiterin Mechthild Rövekamp-Zurhove. Doch das ist nicht in allen Klassenstufen so: In der Klasse 10 habe man aufgrund vieler Quereinsteiger sogar einen zusätzlichen, fünften Klassenzug aufstellen müssen, so die Schulleiterin. Unterricht werden die Schüler von 76 Lehrkräften. "Wir sind sehr gut versorgt. Alle Stellen sind besetzt", sagt Mechthild Rövekamp-Zurhove. Nirgendwo müsse fachfremd unterrichtet werden.
Als Projekt für das neue Schuljahr sieht die Schulleiterin die Weiterarbeit an der Digitalisierung. Fünf weitere Klassenräume würden mit dem sogenannten Medientisch ausgestattet werden. Damit stünde die Technik dann in allen Räumen der Schule zur Verfügung. Der Medientisch kombiniert einen Beamer, Lautsprecher, eine Dokumente-Kamera sowie Anschlüsse für Laptops und anderes. "Das verändert den Unterricht. Wir sind damit auf dem richtigen Weg, glaube ich", sagt Schulleiterin Mechthild Rövekamp-Zurhove.
"Wie immer arbeiten wir auch an der Unterrichtsqualität", fährt sie fort. Hierfür sollen spezielle Coachings weiterentwickelt werden. Die Arbeit mit Schüler mit Migrationsvergangenheit sei dabei eine Aufgabe. Besonders beeindruckt zeigt sich die Schulleiterin von 22 Schülern, die aus den Vorbereitungsklassen regulär versetzt worden sind: "Das sind Schüler, die sind seit zwei oder drei Jahren hier und lernen Deutsch und werden jetzt mit einer Drei in diesem Fach regulär am Gymnasium versetzt."
Mit einem Sozialpraktikum solle erneut das soziale Lernen an der Schule gestärkt werden. Und im Rahmen eines pädagogischen Tages der Fokus für die Lehrer auf Gesundheit gelenkt werden. Die Lehrenden erhielten dabei ein Stimmtraining und einen Erste-Hilfe-Kurs. Alle Sportlehrer würden in diesem Rahmen eine Auffrischung ihrer Rettungsfähigkeit erhalten, da in diesem Schuljahr auch das sanierte Hallenbad wieder in Betrieb genommen wird.
Baulich werde es auch einige Veränderungen geben: Frisch beschlossen sei eine Erneuerung der Fußböden. "Dafür sind wir dem Schulträger sehr dankbar. Das ist uns eine sehr große Freude", so Schulleiterin Mechthild Rövekamp-Zurhove.

Text: JONATHAN BOESE, SÜDKURIER

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