27.06.2018

Südkurier: Ausstellung „Demokratie stärken“

Für Toleranz und Menschlichkeit

Waldshut-Tiengen: Das Hochrhein-Gymnasium Waldshut zeigt bis 6. Juli die Ausstellung "Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen" der Friedrich-Ebert-Stiftung. Die Ausstellung ist öffentlich, Schüler organisieren auch Führungen durch die Ausstellung.
(v.l.): Mechthild Rövekamp-Zurhove (Schulleiterin des HGWT), Sarah Hepp (Friedrich-Ebert-Stiftung), Tobias Stein (einer der Schüler, die durch die Ausstellung führen) und Oberbürgermeister Philipp Frank. Bild: Ursula Freudig

Waldshut-Tiengen – Auch in unserer Gegend gibt es rechtsextremistische Vorfälle – Sarah Hepp nannte in ihrem Vortrag im Hochrhein-Gymnasium Waldshut (HGWT) Beispiele. Die Referentin des Fritz-Erler-Forums der Friedrich-Ebert-Stiftung führte Schüler und Lehrer der Schule in eine, von der Stiftung konzipierte, Wanderausstellung zum Thema Rechtsextremismus ein.

Für Toleranz und Menschlichkeit
Zu sehen ist sie im Foyer des Hochrhein-Gymnasiums. Ihr genauer Titel ist "Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen, Baden-Württemberg für Toleranz und Menschlichkeit". 16 Schautafeln informieren in Wort und Bild über das Thema. Wie und wo zeigt sich Rechtsextremismus, wie versteckt er sich, wie soll man sich verhalten, wenn man ihm in der ein oder anderen Form begegnet, wie sich im Gegenzug für eine demokratische und offene Gesellschaft stark machen.

Anregungen und Hilfestellungen
Auf Fragen wie diese, gibt die Ausstellung Antworten, Anregungen und Hilfestellungen. "Es ist eine interessante und diskussionswürdige Ausstellung", sagte Schulleiterin Mechthild Rövekamp-Zurhove und dankte den Lehrern Ulrich Tomm und Alexander Maus, die als Mitglieder der Fachschaft Gemeinschaftskunde, die Ausstellung ans Hochrhein-Gymnasium geholt hatten.

Schüler führen in 45 Minuten durch die Ausstellung
Oberbürgermeister Philipp Frank hob in seiner Rede den besonderen Wert der Ausstellung in Zeiten hervor, in denen der Ton rauer und auch menschenverachtender geworden sei. "Toleranz, Weltoffenheit und Menschlichkeit gilt es zu verteidigen", sagte er. Die Ausstellung ist öffentlich. Jeder – Einzelpersonen, Gruppen, auch auswärtige Klassen – können sie anschauen. Und auch Führungen sind möglich: Acht Schüler des Hochrhein-Gymnasiums sind von einer Mitarbeiterin der Ebert-Stiftung geschult worden, um in einem rund 45-minütigen Ausstellungs-Rundgang die wesentliche Aussage jeder Schautafel zu erläutern.

Die Ausstellung
Die Ausstellung ist bis 6. Juli an Schultagen von acht bis etwa 17 Uhr geöffnet, freitags bis 14 Uhr. Führungen können über das Sekretariat der Schule (Telefonnummer 07751/83 32 71, oder per E-Mail: sekretari-at@hgwt.de) vereinbart werden.

Text: Ursula Freudig, SÜDKURIER – erschienen am 27.06.2018

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