Das Leitbild unserer Schule soll alle relevanten Aussagen zur angestrebten Kultur (Umgang, Auftreten, Benehmen) enthalten. Es stellt die Verbindung von gewachsenem Selbstverständnis, Schulphilosophie (Gesellschafts- und Menschenbild, Normen und Werte) und beabsichtigter Entwicklung dar.

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Bau des Schulgebäudes

2014 feierte das Hochrhein-Gymnasium sein 200-jähriges Bestehen. Das Fest wurde ein ganzes Jahr lang vorbereitet und dauerte drei Tage. Es bleibt als Leistungsschau des heutigen HGWT in Erinnerung. Projektpräsentationen, Konzerte und Ausstellungen, der Festgottesdienst in der LIebfrauenkirche sowie der Festakt in der Stadthalle gelten als Höhepunkte dieser Jubiläumsfeier. Neben den heute hier Lernenden und Lehrenden waren auch zahlreiche ehemalige Schülerinnen und Schülern sowie frührere Lehrkräfte eingeladen. Über 2000 Gäste konnten begrüßt werden.

1964 wurde das 150.Jubiläum begangen, 1989 gab es die Feier zum 175. Bestehen. Festschriften aus diesen Jahren spiegeln den jeweiligen Zustand der Schule. Immer wieder wird unser Gymnasium als „älteste weiterführende Schule am Hochrhein“ bezeichnet. Von einem „Gymnasium“ in Waldshut kann zwar erst seit 1945 gesprochen werden, die Geschichte der Schule geht allerdings viel weiter zurück, wohl bis ins Jahr 1814. In diesem Jahr wirkten in Waldshut jeweils ein Elementarlehrer für Knaben und Mädchen. Zwei Kapläne und ein Priester unterrichteten in der Bürger- und Realschule. 1840 erfolgte die Aufwertung zur Höheren Bürgerschule. Einer der Lehrer und provisorischer Vorstand der Schule war der bekannte Volksschriftsteller Dr. Heinrich Hansjakob. 1867/1868 wurde das Gebäude der heutigen Hansjakobschule bezogen. Ab 1872 wurde die Schule Realgymnasium mit Latein als Pflichtfach. Nach einigen Veränderungen firmierte man ab 1893 als Realschule – für längere Zeit nun im zweiten Stock des Kornhauses. Im Schuljahr 1901/1902 öffneten sich die Pforten erstmals auch für Mädchen. 1906 kam es zu einer Umbenennung und Umgestaltung in ein Realprogymnasium mit Realschule, in dem erstmals auch Englisch als Schulfach unterrichtet wurde.

1914 fiel das geplante Fest zum 100-jährigen Bestehen dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum Opfer. 1923/1924 gab es im nun neunstufigen Realgymnasium zum ersten Mal eine Oberprima als Abschlussklasse. In der Zeit des Nazi-Regimes wurde die Schule 1937 Oberschule mit dem Zusatz Hochrheinschule. Die Ober- und Unterprima, die beiden Abschlussklassen, wurden zusammengelegt. In dieser Zeit wurden auch die Schüler des Kollegs St. Blasien nach dessen Auflösung an der Oberschule in Waldshut unterrichtet.

Im Oktober 1945 konnte die Hochrheinschule, aller Kriegsbeeinträchtigung zum Trotz, den Lehrbetrieb mit Einschränkungen wieder aufnehmen. 1948 wurde im Zuge der allgemeinen Umbenennung der höheren Schulen in Südbaden aus der Oberschule das Gymnasium Waldshut. Die Einweihung des neuen Schulgebäudes konnte am 19. Juli 1958 begangen werden.

Die Schule war von etwa 230 Schülern im Jahr 1914 auf bis zu 480 Jungen und Mädchen 1953 angestiegen. In den 1960er Jahren erreichten die Schülerzahlen die Grenze von 1.200 – das Gebäude platzte wieder aus allen Nähten. Deshalb wurde in der damals noch selbständigen Nachbarstadt Tiengen ein weiteres Gymnasium, zuerst als Progymnasium, errichtet. 1969 konnte dann das heutige Klettgau-Gymnasium eingeweiht werden. Die Schülerzahlen am Hochrhein-Gymnasium sanken in der Folge auf unter 600. Seit Beginn der 2000er Jahre lernen wieder annähernd 1.000 Schülerinnen und Schüler am Hochrhein-Gymnasium.